Sonntag, 9. September 2018

(Backup) Me(e)hr von Malmö


Schöner Blick von der Uni Richtung Innenstadt. 

Nach einer tollen Stadtrundfahrt mit der Busringlinie 3 ging es Richtung Strand. In Ribersborg fanden wir einen tollen Ausblick auf die neue Skyline mit dem 190 Meter hohen Turning Torso, der sich um seine eigene Achse windet. Unser Stadtführer wusste zu berichten, dass dessen Architekt Santiago Calatrava zwar tolle Ideen hat, aber oft Fehler macht. Zum Glück ist der einzige entdeckte Fehler beim neuen Wahrzeichen Malmös die fehlende Aussichtsplattform mit Bar/Café. 

Was uns eigentlich nach Ribersborg zog, war das Kaltbadehaus. 

Ilka hatte davon gelesen und war wild entschlossen es auszuprobieren. Christian machte es sich mit Kuchen und Cola im Café gemütlich und Ilka entschwand durch die rote Tür mit der Aufschrift „nur für Frauen“!

Tür auf zum Paradies für nackte glückliche Frauen in einem Badehaus aus dem 19.Jahrhundert. In den zwei Saunen gab es große Panoramafenster und Ilka konnte beim Schwitzen mit Blick auf segelnde Schiffe, das Meer und die Skyline herrlich entspannen. Herausfordernd war danach das Bad in der gefühlt eisigen Ostsee -aber auch wunderbar erfrischend, wenn Frau erst einmal eingetaucht war. 
Glücklich mit rosigen Wangen und sehr hungrig traf Ilka wieder auf Christian, der aus dem Café geschmissen würde, weil eine private Party vorbereitet wurde. 
Gerne hätten wir in der wirklich schönen Saluhall (Markthalle) gegessen, aber wir waren erst kurz vor Schließung eingetroffen. Aber für ein sehr leckeres Rhabarber-Vanilleeis reichte es noch. 
So wurde es ein köstliches Essen in einem Steakhaus im Emporia (angeblich größtes Einkaufszentrum Norddeutschlands)  in der Nähe unseres Hotels. 

Malmö oder Ilka zum ersten Mal in Schweden


Auf nach Malmö Innenstadt. Gestärkt durch ein wunderbares Frühstück im Hotel waren wir voller Tatendrang. Den Busfahrer haben wir mit der Frage nach einer Tageskarte so verwirrt, dass er uns energisch in den Bus hereinwinkte. Erste Gratisfahrt:-)

Am Bahnhof dann das 24-Stunden-Ticket für später gekauft und los gen Lilla Torg und Altstadt mit hübschen Fachwerkhäusern und dem Designmuseum plus Kunsthandwerkerlädchen. 

Noch mehr Kunst auf dem Weg zu Stortorget. Dort trafen wir Adam und weitere Menschen, die mit uns zur Free Walking Tour starteten. Zwei Stunden ging es quer durch die Stadt und wir lernten viel über die Entstehung und das heutige Leben in Malmö. 

Auf dem Gustav-Adolf-Platz machten wir Bekanntschaft mit dem Griffin. 



Herzliche Gefühle unter Herzen für mein Herzchen-Kicher!!!!
Obwohl wir den ganzen Tag herumgelaufen sind, haben wir uns am Abend mit unseren Tanzschuhen zu einem Swing Event im Scandic Hotel begeben. Dort wurde Westcoast Swing getanzt. Das ist dann doch deutlich anders als unser Lindy Hop. Aber wir haben uns unerschrocken auf die Tanzfläche gestürzt. Schnell würden wir in die Gemeinschaft hereingezogen und versuchten uns mit dem Westcoast Swing (Ilka) bzw Lindyhop mit den Tänzerinnen (Christian). 
Verschwitzt und sehr zufrieden ging’s mit dem fast letzten Bus zurück nach Hylie. 

Minikreuzfahrt nach Malmö


Wow, sonst haben wir vom Ufer aus immer die großen Fährschiffe bewundert, jetzt schippern wir im Morgendunst am Lucifer vorbei gen Mündung der Trave!

Ufer in Sicht. Riesige Komponenten für Windkraftanlagen liegen ordentlich sortiert und warten auf Verladung. 

Warnemünde! Auch hier haben wir bereits am Ufer gestanden und Kreuzfahrtschiffe bewundert. Es gab zwar kein Feuerwerk aber auch so war es wunderbar zu den Großen zu gehören und auf die kleinen Tourenschiffe und die kleinen Menschen am Ufer zu blicken. 



Wunderbare Kabine mit Meerblick auf der Peter Pan und der Champagner hat auch wunderbar geschmeckt!

Dienstag, 17. April 2018

Wild walking in San Francisco

Und auf in ein neues Abenteuer. Cora hatte uns berichtet, dass am roten Herz am Union Square täglich um 10:00 Uhr eine Free Walking Tour startet. Darauf haben wir uns verlassen und sind mal mit Uber los. Am roten Herz trafen wir dann  Maz, einen Musiker und Aktivisten mit seiner Ukulele, der uns auf eine wunderbare historische Reise entführte. Wir haben unter anderem in der ehemaligen Rotlichtstraße Maiden lane erfahren, dass die Hausdamen es forttrefflich verstanden ihre Interessen auch in der späten Goldgräberzeit zu vertreten. Selbst der Bürgermeister musste sich beugen, da er ja auch Kunde der Etablissements war.

Lotta Scrabtree hatte schon früh erkannt wie wichtig gutes Trinkwasser war und einen Brunnen für die Bedürftigen mitten in San Francisco aufstellen lassen. Dieser Brunnen bekam besondere Bedeutung nach dem großen Beben und der Zerstörung von 80% San Franciscos, denn er war der einzige Brunnen, der intakt geblieben war. 

Eine weitere beeindruckende Frau, die Opernsängerin Louisa Tretrisona setzte sich gegen die Widerstände Ihres Management durch und gab für die Erdbebengeschädigten in San Francisco ein Gratis-Konzert an ebendiesem Brunnen, dem Tausende von Menschen lauschten und mit einem neuen „Wir-Gefühl“ gestärkt an den Wiederaufbau der Stadt gingen.




In der italienischen Chocolateria konnten wir leckere Schokolade kosten und haben erfahren, dass die Italiener die „Bank of America“ gegründet haben, weil sonst keiner den Italienern Geld leihen wollte.
Ähnlich ging es den Iren, die auch nicht als „Weiße“ galten und in Bars nicht geduldet wurden. Also gründeten die Iren ihre eigenen Bars - jetzt wissen wir warum es überall Irish-Pubs gibt!

Die Tour endet in auf einem Privaten Dachgarten, der für die Öffentlichkeit geöffnet ist. Ein Paradies, das man von der Straße aus nicht erahnt. Dort nutzten viele Arbeitnehmer, um ihr Mittagessen mit Freunden einzunehmen.



Wer mehr über MAZ und seine Projekte erfahren möchte:

holisticunderground.org (leadership development for artists and activists as well as fun community events)

My band Loco Tranquilo 

My Band Aurka 



Tolle Tour, die wir wärmstens empfehlen können!












Ilka und ich laufen nach einer kurzen Pause weiter durch die Stadt, wollen zur Fisherman’s Wharf. Bunt und farbenfreudig geht es durch Chinatown im Jahr des Hundes.

Vorbei am Restaurant zur Stinkenden Rose, in die Christian gerne eingekehrt wäre, wenn sie geöffnet gewesen wäre.





Vom lauten Gebelle der Seelöwen wurden wir dann zum Pier. 39 magisch angezogen. Ilka war begeistert und kaum wegzubekommen.




Toller Blick auf die Golden Gate Bridge in der Ferne.




Essen auf Pier 39 bei ‚The Hook‘ Shrimp and Crab Chowder und Fish and Chips




Wieder mit Uber zurück


Packen unsere Koffer

Spirit von San Francisco erleben

Da der Shuttle-Bus also nicht fuhr, suchten wir neue Möglichkeiten. Fix hatte Ilka die Uber-App runtergeladen und war wild entschlossen es zu wagen. Und nach kurzer Zeit war ein netter junger Mann, der hauptberuflich sein Geld als beratender Ingenieur in Sachen Wasserversorgung verdient mit seinem Auto vorgefahren, um uns zum Golden Gate Park zu bringen. Die Fahrt vergeht wie im Fluge bei nettem Gespräch und mit spannender Stadtkulisse.


Ilka hat sich schon einen Programmpunkt für uns ausgeguckt: 


Es geht pünktlich los und wir machen auch bei allen kostenlosen Kursen mit: 1. Charlston Schritt mit verschiedenen Figuren und später noch weitere Kurse.
Diese Figur wollten wir schon immer mal lernen, und ich glaube, dass wir das mit Üben zu Hause auch hinkriegen kann. Und mir hat gut gefallen, dass in schnellem Rhythmus die Follower gewechselt haben.
So haben wir uns locker mit den anderen Tänzern gemischt und Ilka wurde auch später noch beim freien Tanzen von mehreren Tänzern aufgefordert, was sie toll fand. 


Nach dem Tanzen sind wir noch weiter durch den Park gelaufen und haben und weitere spannende Aktionen beim Carfree Sunday im Golden Gate Park bestaunt:  






Kunst um den runden Brunnen, ein Klavierspieler etwas weiter davon, ein Rollerskater-Zirkel mit lauter Musik und Tanz auf Skates, eine schrille Geigerin mit Silben-Gesang in einer Unterführung (wegen der Akustik). Wir sind Richtung Ashbury Heights gelaufen. Kaufen bei einem Bio-Supermarkt zwei Pizzastücken, die wir auf Bänken davor essen können. So gestärkt stürzen wir uns in das Hippie-Viertel. 








Viele aufregende Läden und Restaurants/Cafés. Müde gelaufen setzen wir uns in ein kleines Café und beobachten, wie gegenüber für ein Musikvideo von ‚Plain Jane & Kool John‘ gedreht wird. 




PS.: Diese Ansicht von Plain Jane gefiel Christian besonders :-)


Kaffee- und colagestärkt bestellen wir wieder einen Uber-Wagen, diesmal aber im Pool (d.h. Uber sucht Mitfahrer, die die gleiche Richtung haben und kombiniert die Fahrten, dadurch wird es für alle günstiger!) Das klappt auch wieder ganz hervorragend und wir kommen gut zu unserem Campingplatz zurück. Wir machen gemütlich Abendessen und gehen ins Bett.


Mir (Christian) hat besonders gefallen:

1.  Charlston Kurs mit den Figuren

2. Dass wir die Aufnahmen zu einem Musikvideo gesehen haben, ich dort fotografiert und gefilmt habe und mich getraut habe, nach den Namen der gefilmten Musiker zu fragen.

3. Das Uber-Abenteuer, das so überraschend positiv gelaufen ist und mich doch sehr positiv überrascht hat, überhaupt die ganze Uber-App/Anwendung.


Regenwasser - gut und schlecht


Die Pflanzen haben sich sehr gefreut über das Regennaß, dass von oben kam. Auf dem Weg nach Marina fuhren wir wieder durch Anbaugebiete Weinanbau in großer Fläche auf sanften Hügeln, Erdbeer und andere Beerenfelder in kleineren Flächen.
Jetzt wissen wir wo unser Wein aus californischem Anbau herkommt.



Wenn Mensch nicht raus muß und sich gemütlich im Bus beschäftigen kann, ist das auch mal ganz famos.

Wir sind ganz gemütlich, stehen auf und frühstücken und erleben mit, wie unser Nachbar wegen Startproblemen seinen RV nicht ankriegt. Wir machen uns gemütlich fertig und brechen dann auf. Wir fahren noch kurz an den Strand, wo wir Gleitschirmflieger beobachten




Weiter geht es erst entlang der Küste und dann nordöstlich nach San Francisco. Wir kommen ganz gut durch und erreichen unseren vorgebuchten RV Stelllplatz ... fast. Denn kurz vor dem Ziel ist die Zufahrtsstraße überflutet. 



Ilka weigert sich mit demWohnmobil da durchzufahren. Christian navigiert mit google-maps einen neuen Weg und findet dann eine Querstraße und ruft „hier rechts“. Ilka blinkt, will abbiegen und blickt dann in eine megasteil abwärts gehende Straße und verweigert. Da würde das lange Wohnmobil aufsetzten und nicht um die Ecke kommen. Da ist dann doch der etwas größere Umweg sinnvoll und führt uns heil und sicher zu unserem vorgebuchten Campingplatz. Der Platz hatte gepunktet, weil er einen Shuttlebus in die Innenstadt angekündigt hatte. Dumm nur, dass der Fahrer krank ist und erst eine Woche später wieder fahren würde!

Wir machen uns alternative Planungsgedanken für die nächsten Tage, beschließen dann aber doch zu bleiben. Wir essen Abendbrot und fallen dann müde in die Betten.


Am schönsten für Christian:

Das gemütliche Aufstehen und der Regen der aufgehört hat in Marina sowie die Gleitschirmflieger.

Die tollen Ausblicke und das Mittagessen an der Pazifikküste.

Der Moment mit der überfluteten Straße und der Umweg mit Auslassen der zu steilen Straße.

Montag, 16. April 2018

Yosemite Nationalpark

Herrlich entspannt nahmen wir den 8:00 Uhr Bus in den Yosemite-Park. Tolle Aussichten auf Berge, Wildwasserflüsse und Wasserfälle begeisterten uns schon bei der Anfahrt beim serpentinigen Hochschrauben auf die Hochebene. 
Der erste Spaziergang fühte uns zum Upper und Lower Yosemite Wasserfall. Im Bild der obere Wasserfall.

Auf der Ebene gibt es einen gut organisierten kostenlosen Bus-Shuttle, mit dem uns gut gelaunte Busfahrer zu allen sehenswerten und im Winter offenen Sehenswürdigkeiten fuhren.

Eine zweite Wanderung begann am Halfdome-Village entlang dem Merced-River. Dieser nicht befestigte Weg war wenig frequentiert und wir haben die kleine Wanderung sehr genossen. Im Hintergrund ist der Sentinel Dome zu sehen..  

Nicht alle Wege waren begehbar, denn die Schneeschmelze und ausdauernde Regenfälle der letzten Wochen hatten die Flüsse und Rinnen wohl gefüllt und so wurde ein Wanderweg von einem Fluß einfach mal überspült. 



 Aber unerschrocken hat Cora doch einen Weg auf die andere Seite gefunden und ich bin ihr mutig gefolgt, während Christian eine Führung und den offenen Kamin im Majestic Hotel genoss. 

Das Majestic Hotel war früher ein Hospital für traumatisierte Vietnam-Veteranen, bevor es zum Hotel wurde. Den Tag haben wir sehr genossen und es war deutlich wärmer als erwartet. Obwohl Schnee lag, wärmte die Sonne angenehm und wir verstauten Schicht um Schicht im Rucksack.