Freitag, 24. Januar 2014

Zurück gegen die Zeit

22.01.2014 Schnief- nach intensiver gemeinsamer Reisezeit mussten wir uns von Cora am Hostel verabschieden. Sie fliegt zurück in die Wärme nach Australien. Und für Birgit und mich geht es nach Haus. I Nachdem wir unseren Mietwagen (Toyota Yaris) am Flughafen in  Christchurch abgegeben hatten, das Gepäck eingecheckt hatten (17,7 kg inkl. diverser Souvenirs von mir und von Cora) blieb noch Zeit für einen gemütlichen Kaffee. Um 11.55 Uhr Ortszeit (zur Orientierung 23:55 in Lübeck) starteten wir zu unserem 10stündigen Flug nach Singapur. Dort trafen wir um 17:45 Ortszeit ein und hatten schon mal einige Stunden "verloren", da nach Christchurchzeit und für uns gefühlt Abend war und wir dementsprechend müde. Wir hatten 6 Stunden Auffenthalt dort, haben uns kurz den faszinierenden Schmetterlingsgarten (dort gibt es auch viele fleischfressende Pflanzen, die die Schädlinge der Schmetterlinge reduzieren) angesehen und dann zwei Liegen im "Snooze-Bereich" des Flughafens belegt. Das war prima zum dösen. Allerdings kamen immer dann laute Lautsprecherdurchsagen, wenn ich gerade schön eingedöst war. Außerdem haben die Architekten eine Glanzleistung verbracht, indem sie den Kinderspielteil mit Riesenrutsche etc. direkt unter den offenen "Snooze-Bereich" gebaut haben. Trotzdem war das mehrfache Kurz-Power-napping schon erholsam. Um 23:55 Singapurzeit ging es dann an Board eines riesigen Airbusses (800 Plätze, zweistöckig plus Suiten). Es ist absolut erstaunlich wie butterweich dieses Riesenflugzeug starten, fliegen und landen kann. Nach weiteren 13 Stunden Flug kamen wir in Frankfurt um 6:25 Ortszeit an (für uns gefühlt 6:25 Abends). 

Nach einem letzten Käffchen mit Birgit und Rainer, der sie abholte, begaben mein Rucksack und ich uns in den Zug nach Hamburg, in dem ich nun sitze und schreibe. Nach 1,5 Tagen ununterbrochenem Unterwegssein werde ich langsam müde und muss doch irgendwie noch bis heute Abend durchhalten......

Mittwoch, 22. Januar 2014

Christchurch

21.01.2014 Eine letzte Runde Serpentinenfahren zurück nach Christchurch. Das Hostel-Hotel hat gerade erst seit 2 Wochen wieder aufgemacht, nachdem es beim Erdbeben 2010/2011 heftig getroffen war. Es war noch vieles im Aufbau wie auch in der ganzen Innenstadt. Wir waren echt geplättet wie viel noch kaputt ist. In der Innenstadt ist noch sehr viel abzureißen und wiederaufzubauen. Die Kirche hier wird komplett abgebaut und es ist noch nicht ganz klar wann und wo genau sie wieder aufgebaut werden soll. Es gibt kaum noch Geschäfte in der Innenstadt und wir haben gerade mal einen Inder gefunden, der im Dezember wiedereröffnet hat.

Natürlich hatten wir mal wieder besonderes Glück und das World Busker Festival war gerade am Laufen. Wir haben Glück gehabt und die letzten Plätze bei Michelle 0´Court mit Ihrem Kabaret-Comedy-Programm "Was ich meiner Tochter vergessen habe zu erzählen" zu ergattern. Das war ein superprogramm für Frauen mittleren Alters und ihre Töchter - sehr passend!!

Das war ein superschöner Abschluss für unseren letzten Abend in Neuseeland. Abgerundet mit den letzten Tropfen Wein und unserem Lieblingskartenspiel "Präsident".

Sonntag, 19. Januar 2014

Akaroa - Banks Peninsula

18.01.14: Auf dem Weg runter zur Küste war es zwar erst 11 aber schon Zeit für einen Kaffee-Break in einer Winerie. Und da wir schon mal da waren, haben wir auch den Mud-house Wein getestet. Der Sommelier war sehr gut, aber er konnte mich mit keinem seiner Weine begeistern. Schön aber dieser Blick aus dem Fenster des Cafés auf die Weinreben. 
Auf einem Wochenmarkt in Amberley haben wir von einem Schweizer sehr leckeres Vollkornbrot erstanden. Am Nebenstand waren wir dann völlig begeistert von der Aioli-Creme, die wir sofort für unser Mittagessen kauften und dazu noch schnell das letzte Pitabrot vom Schweizer Bäckerständchen.
Vorbei an Christchurch ging es auf die Banks Peninsula.  Schmale gewundene Straßen mit dem bekannten Rauf und Runter und z.B. diesem tollen Ausblick. Den konnten wir aber kaum genießen, da wir inzwischen echt hungrig waren, aber kein geeigneter Picknickplatz in Sicht war. Als wir dann endlich auf dem Weg zu einer Winerie eine Picknickbank entdeckten war Birgit beim Wenden so verwirrt, dass sie auf der falschen Straßenseite fuhr und wir nur links gebrüllt haben, war sie nur noch mehr verwirrte. Nach einem leckeren Essen, war dann alles wieder gut und wir bereit zu einer Miniweinprobe in einem French-Style Weingut, das einem ehemaligen Handchirurgen gehört.
In Akaroa haben wir nicht schlecht gestaunt, dass unser gebuchtes Hostel rosarot war. Echt süß. Es gab sogar an jedem Bett eine Wärmflasche, die wir auch gerne genutzt haben, da es mit 16 Grad doch recht frisch war.
Aber herrlich schön eingekuschelt auf der Hängematte im verwunschenen Garten ließ es sich gut lesen.
Am nächsten Tag begaben sich Cora und Birgit mit dem Segelboot auf den Weg zu Delfinen etc. und ich genoss den Strand und das Wasser von Land aus.
Mit den besten Fish ´n´ Chips in NZ haben wir uns dann am Abend den Bauch so voll geschlagen, dass Birgit und Ilka das Frühstück auf 12:00 verschoben haben und lieber mit Tee und Buch im Bett verbracht haben.

Hanmer Springs

16.01.14: Nach einer Fahrt durch ungemütliches Regenwetter und kurvige Straßen hinauf in die Berge kamen wir gegen 16:00 im neuseeländischen Wintersportparadies Hanmer Springs an und die Sonne kam heraus. Am örtlichen Free Wifi-Spot vor der Bücherei haben wir erstmal unsere Bloggs und E-Mails auf den neusten Stand gebracht und danach im Supermarkt leckeres Gemüse für das Abendessen erstanden.
Der nächste Tag stand unter dem Thema Relax total. Mit Tee im Bett und gemütlichem Frühstück hatten wir schon eine gute Grundlage gelegt, um danach für den Rest des Tages in die Hanmer Springs Thermal Pools einzutauchen.
"A perfect place to rebalance and unwind" wie der Prospekt versprach. Mit den mit Mineralien aufgeladenen Rockpools mit Temperaturen von 33-37 Grad haben wir mal angefangen, um unsere Muskeln dann später in den ca. 37 Grad warmen Massagedüsenpools  lockern zu lassen. Als Steigerung waren dann die Hexagonal Pools mit 38 - 40 Grad möglich. Deren geothermales Wasser stammt von einer Bohrung unter den Pools mit hochwertigem natürlichem Wasser. Eine Steigerung boten dann noch die Sulfurbäder mit 40 - 42 Grad in ungefiltertem Thermalwasser mit dem unverwechselbaren Duft nach verfaulten Eiern. Das Wasser hat eine wunderbar softes und seidiges "Feeling".
Da waren wir dann am Abend in der Lounge tiefenentspannt bei Wein und Buch.



















Mittwoch, 15. Januar 2014

BPW-Vertrauen

Am Dienstag Abend trafen wir dann Anne Todd (BPW NZ) nach ihrer Reise in Ihrem Cottage, das sie uns schon mutig, ohne uns zu kennen zur alleinigen Nutzung zur Verfügung gestellt hat. "Kein Problem ist doch BPW - war da ihr trockener Kommentar"
Sie hat uns dann in ein Restaurant mit fantastischem Ausblick entführt und wir haben leckeren Fisch  gegessen und Nelson-Wein probiert. Sowie einen anregenden Austausch über Politik, Arbeit und Gesellschaft hier und in Deutschland genossen.
Bei einer anschließenden kleinen Stadtführung durch den Hafen und Nelson hat uns Anne u.a. die lange natürliche Zunge aus Steinen gezeigt, die ein Hafenbecken vor Nelson abtrennt und so eine geschützte Bucht bilden.
Auf dem unteren Bild ist das vielleicht erkennbar?!

Von Nelsen nach Marahau, Kaiteriteri und zurück

Am Mittwoch, den 14.1. sind wir wieder ins Auto gestiegen, um die Küste nördlich von Nelson zu entdecken. Es lagen viele Weingüter auf dem Weg, die zu Weinproben einluden, aber um 11.00 Uhr   am Morgen, war es uns dann doch noch zu früh für Wein.
Dafür plagte uns der Kaffeedurst und da wir die Cafés in Kaiteriteri nich so einladend fanden, ging es weiter zum 8 km entfernten Marahau. Diese 8 km haben sich aber gezogen, da es auf einer sehr engen Straße in sehr engen Serpentinenkurven immer knapp am Fels vorbei hinauf und dann wieder hinab ging. Das anschließende Käffchen war dann wohlverdient und der Ausblick war auch sehr schön.

Der Strand in Marahau war nicht so einladend, daher fuhren wir zurück nach Klein-Kaiteriteri, das uns von  Anne empfohlen wurde und wirklich weniger voll ist als "Groß-Kaiteriteri". Gestärkt von einem Picknick entspannten wir ein Stündchen lesend an diesem herrlichen Strand mit wunderbaren Ausblick. Wir hatten auch Glück und der Football der in der Nähe spielenden Kinder hat uns nur fast getroffen :-)
Genial war dann der Stopp auf dem Rückweg  bei der "Real fruit Icecream". Die ist ein echter Hammer. In einer Maschine werden Vanilleeis und gefrorene Früchte miteinander vermixt und dann wie ein Softeis in die Tüte gefüllt. Das sieht toll aus und ist wirklich superlecker. Vielleicht eine Geschäftsidee für good old Germany????
Nach einem Brotkaufstopp bei einer "European Bakery" in Motouika erstanden wir ein echt leckeres Brot. Und um viertel vom 5 sind wir zu einer Weinprobe im Rimu Weingut eingelaufen. 
Birgit hat sich bereit erklärt ab da zu fahren und in bewährter Weise mit guter Weinnase gerochen, ob ich den Wein wohl mögen würde. Der Pinot Gris war ganz lecker, während mir der Chardonnay zu oaky schmeckte. Als Birgit dann den Pinot Noir zu riechen bekam, war sie so begeistert, dass sie gleich ohne zu probieren eine Flasche geordert hat. Kurz vorm bezahlen wurde ihr dann doch etwas komisch zu Mute, da sie gar nicht nach dem Preis gefragt hatte und der Wein, der sie bei der letzten Weinprobe begeistert hatte $ 68 pro Flasche kosten sollte. Hier eine sichtlich entspannte Birgit mit ihrer erschwinglichen Beute vor den Weinstöcken.
Zu weiteren Weinproben hat es dann nicht mehr gereicht, weil alle um 5 schon zumachen. Ausserdem wollten wir für Anne kochen. Wir haben sie dann auch mit Ofengemüse, Dipp, dem Spezialnachtisch und dem von Cora liebevoll gedeckten Tisch begeistert.

Seehunde, Wale und Erfahrungen auf die Frau verzichten könnte

12.01.14. Auf dem Weg von Picton nach Kaikoura genossen wir herrliche Ausblicke auf den mintgrünen Ozean.
Da ich als Fahrerin auch mal in Ruhe schauen wollte, hielt ich an einem Aussichtspunkt an. Dort wurden wir überrascht von Unmengen von Seehunden, die sich dort auf den Felsen sonnten oder im Wasser schwammen. Es waren ganz viele kleine Seehundbabys unterwegs, die noch recht lange Haare hatten, dunkler aussahen und sich z.T. noch etwas unbeholfen fortbewegten. Sie hatten ihren Spaß in kleinen Pools im Felsvertiefungen zu baden und wir waren fasziniert ihnen dabei zuzusehen.


In Kaikoura erwartete uns diese tolle Aussicht vor unserem Hostel, den wir gleich genutzt haben, um auf der Terasse unseren Mittagsimbiss zu genießen. Wir hatten sogar noch etwas Zeit durch die Geschäfte im Ort zu bummeln, die ein tolles Angebot an Schmuck aus Jade, Knochen und Paua-Muscheln zu bieten hatten. Dann ging es zum Treffpunkt für die Wale-Tour von der Birgit so geschwärmt hat. Nicht weit vom Ufer ist eine tiefe Felsspalte und das Wasser bis 1000 m tief. Das lieben die Spermwhales (Pottwale) und die wollten wir sehen. Birgit berichtet schon mal, dass die See wohl etwas rauer ist und gab mal eine Pille gegen Seekrankheit aus. Auf dem Boot  hat dann die Reiseleiterin nochmal inallen  Einzelheiten beschrieben, wie sich Seekrankheit anfühlt und wo die Spucktüten sind und wie wir uns verhalten sollten, so dass ich gut vorbereitet war. Schon beim ersten Stopp  konnte der Wal mich nur schwach begeistern, dafür hatte mein Körper die Anleitung der Tourleiterin sehr gut verstanden und verhielt sich zu meinem Verdruss mustergültig in der Befolgung der Symptome und Auswirkungen. Ein echter Horrortripp - 2,5 Stunden können echt unendlich sein. Als wir endlich wieder anlegten meinte der ältere Maori vom Bordpersonal dieses Schiff wäre besonders schlimm, da hat der Designer wohl einen Fehler gemacht. Na danke, wenn ich den in die Finger bekomme!!!
Der Abend war für mich gelaufen, mein Körper in Aufruhr. Am nächsten Morgen konnte ich mich aber schon wieder über diesen Ausblick freuen.
Nach einer kleinen Shoppingtour bei herrlichem Sonnenwetter ging es wieder zurück nach Norden Richtung Blenheim und dann nach Nelson. An der Küste kam auch der vorhergesagte Regen aber in Nelson war es wieder schön. Am Flughafen haben wir dann den Haustürschlüssel von meinem BPW-Kontakt Anne Todd abgeholt und es uns in ihrem kleinen Cottage gemütlich gemacht. Der schüchterne Kater hat sich dann auch nach anfänglichem Zögern mit Futter herauslocken lassen und sogar erste Schnurrtöne beim Streicheln von sich gegeben.

Samstag, 11. Januar 2014

Frauenpower in Wellington

Rund um Napier liegt mit dem Hawks Bay ein sehr bekanntes Weinanbaugebiet. Bei unserem ersten Weinprobenstopp erhielten wir den Tipp für Johner Estate. Dort trafen wir auf eine nette Gesellschaft weiterer Weintester, u. a. ein frischvermähltes Pärchen aus Wellington und einen Schweizer Weinmacher mit knallblauen Augen. Als wir nachher im Auto über die blauen Augen sprachen, meinte Birgit dann doch er wäre zu jung (ca. 40 AdR), worauf Cora den inhaltschweren Satz "ach Birgit, bist Du etwa nicht im flow dir einen Toyboy zu halten" von sich gab.
Aber zurück zum Wein, der Sauvignon Blanc Wairarapa hat uns voll überzeugt und wir haben gleich ein Fläschchen für unseren Besuch am Abend gekauft.
In Martinborough haben wir dann weiteren Wein getestet. Birgit unser Luxusfrauchen war sehr angetan von einem Pinot Noir für 68$ das Fläschchen, wir haben dann aber doch lieber einen sehr leckeren Rosé von Margraine, Martinborough, Pinot Rosé 2013 gekauft.
Dann war es höchste Zeit für ein Käffchen und diesen denkwürdigen Spruch, den ich nur bestätigen kann :-)
In Upper Hut, einem Vorort von Wellington haben wir dann schnell den Yamaha-Laden von Angela McLeods Mann gefunden, dem wir dann den Hügel hinauf zu ihrem kleinen Anwesen mit Schweinen, Kühen, Schafen, 2 Hunden und einer Katze gefolgt sind. Dort haben wir  Angela getroffen, die seit 14 Jahren im BPW Upper Hut ist und das Büro für die Internationale Präsidentin des BPW führt. 
Am zweiten Abend hatte sie weitere BPW-Frauen eingeladen. So  hatten wir einen sehr netten Abend mit Chris Edney, der derzeitigen Präsidentin von BPW Upper Hutt und Archivarin, Trish Gray, Pastpresident des Clubs sowie Schriftstellerin und Alison Prince, die Schatzmeisterin und Angelas Mutter. Angela ist ehemalige 
Präsidentin des BPW New Zealand und Executive Communication Manager of the BPW International Presidents Office.
Wir hatten einen supernetten lockeren Erfahrungsaustauschabend mit viel Spaß, so dass wir sogar vergessen haben ein Foto zu machen.
Die Tage haben wir in Wellingtons Innenstadt verbracht. Hier die Cuba-Street mit vielen Cafés und interessanten Geschäften und mit dem bekannten Wasserspiel der Stadt. Sehr begeistert waren wir vom  TePapa-Museum, das supertoll aufgebaut ist und viele verschiedenen Ausstellungen beinhaltet. Wir waren zweimal da und haben immer noch kaum was von den vielen superinteressanten Sachen gesehen. Sehr empfehlenswert.
Dies ist mal der Ausblick von der Dachterasse auf die Küstenlinie von Wellington.

Dieses Plakat fand sich an einem Shop in der Innenstadt. Mir hat der Slogan der Desingnerin und das Motiv gefallen. Die Mode haben wir aber nicht weiter in Augenschein genommen.
Toll war die Ausstellung WOW im TePapa-Museum. Hier wird tragbare Kunst prämiert und das schon seit 25 Jahren. Der Schwerpunkt wird eher auf Kunst gelegt, was sich auch in den besonderen Materialien zeigt, die verwendet werden und weniger auf die Alltagstauglichkeit.
Diese Künstlerin war erst 15 als sie dieses Werk aus Stoff, Kupferdraht und Perlen eingereicht hat.
Interessant die Büstenhalter-Kompetition. Hier extra für Christian die Variante mit den Kabelbindern.

Dieser Dress ist ganz aus schönem, polierten Holz geferetigt.
Und diese nach Hochzeit aussehende Kreation ist über und über mit schönen Muscheln besetzt.
Ausserdem haben wir uns noch über die "Treaty von Waitangi", die Immigrationsgeschichte informiert, ein Erdbeben im Erdbebenhaus erlebt und ein Erbebensicherungs-Quizz gemacht. Die Zeit war einfach viel zu kurz. Und schwupp ging es auch schon auf die Fähre, nach einem kurzen und schmerzlosen Abschied von unserem Mietauto - war jetzt eh dreckig. Nach dreistündiger Fahrt erreichten wir Picton auf der Südinsel und nahmen unseren neuen Toyota Yaris in Besitz. Auf dem Weg zum Hostel haben wir den nächsten Supermarkt "überfallen" und dann schnell  im Hostel die Nudeln für Coras Leibgericht Nudeln mit Pesto aufgesetzt. Der Wein davor und dabei war lecker und die Stimmung war hervorragend.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Von chemischen Prozessen bis Art Deco Architektur

7. und 8.01.2014: Auf dem Weg von Rotorua nach Taupo haben wir noch einen Abstecher in ein weiteres geothermisches Gebiet Oraki Korako auf einen 1,5 stündigen Walk begeben. Ausgangsstation war ein wunderschöner See, der natürlich auch durch vulkanische Eruptionen entstanden ist. Mit einer supermodernen Fähre wurden wir über den See gefahren.
Diese leckeren Flüssigkeiten ergießen sich z.T. siedend heiß aus Geysieren und heißen Quellen über eine Terasse. Die verschiedenen Mineralien von Sulfur über Silicium bis hin zu tonigen Schlammen formen die Terasse und lassen sie in "giftigen" Farben schillern.

Schön auch die blubbernden und schmatzenden "Mud-Pools" - Cora hat davon ein Video gemacht, da wird es noch viel deutlicher. Dies sind nicht die Überreste eines Betonmischwerkes sondern durch heiße Dämpfe gelöste Tonmineralien, die dieses lecker schmatzend blubbernde Schlammbecken hervorgerufen haben..
Ganz andere Naturgewalten erwarteten uns beim Huka-Fall. Ein sehr energetischer Wasserfall, der mit ungeheurer Kraft durch eine enge Felsschlucht rauscht und herrlich türkisfarbenes Wasser führt.
Die Tagesstation war dann das YHA-Hostel in Taupo. Nach kurzer Pause und Postkartenschreiben sind Cora und ich los zu einem Bad im Fluss. Und zwar dort, wo ein Heißwasserbach mit ca. 50 Grad in den Kaltwasserfluss fließt. Herrlich. Und das alles in freier Natur und nicht im Thermalbad oder Spa - Geil!!!!
Von Taupo ging es dann am nächsten Morgen nach Napier, der Art Deco Stadt.
Die wurde bei einem Erdbeben 1917 zerstört und dann bis 1930 im Art Deco Stil wieder aufgebaut. Von dieser pulsierenden Zeit zeugen diese Upperclass-Lady mit dem Windhund und die Gebäude mit klaren Linien, Zickzackverzierungen und stufentürmigen Verzierungen.

Danach haben wir uns total aufs Land begeben zu einem Hostel auf einer Schaffarm, die diese traumhaften Ausblicke aus unserem stromlosen Zimmer und dem Auffenthaltsraum geboten hat. Einfach und idyllisch.

Dienstag, 7. Januar 2014

Waimangu - Geothermale Vulkanregion

Rotorua und die Umgebung liegen in der Mitte der Nordinsel Neuseelands in einem Vulkanaktiven Gebiet. Unter der Erde brodelt es noch immer und so gibt es an vielen Stellen warme Quellen, kochende Seen, Mudpools etc.
Im Waimango Tal ist der letzte große Ausbruch 1886 alle Vegetation zerstörte und die Landschaft veränderte. In den 114 Jahren haben sich die Pflanzen den Platz zurückerorbert, ganz ohne menschliche Hilfe. Erst die niedrigen Primärpflanzen der Stufe 1, dann die Stufe 2 mit dünnen schnellwachsenden Bäumen und Farnen. Erst jetzt fängt an einigen Stellen die Stufe 3 mit größeren Bäumen etc. an. 

Hier der Bratpfannensee, in den ich nicht fallen möchte. Der See ist ein vergrößerten Krater und die größte Heißwasserquelle der Welt mit einer Tiefe von 6 m und einer Temperatur von 55Grad Celsius.
An verschiedenen Stellen treten Wasserdämpfe und Geysiere sowie Wasserflüsse auf und fließen z.T. über Terassen, die dann durch die Ablagerungen von Sulfaten oder Silicaten herrlich "giftige" Farbspiele ergeben. Das Grün fügen die Algen hinzu, die sich nicht  abhalten lassen und munter vor sich hinwachsen, bis sie von der nächsten Heißwasserüberschwemmung vernichtet werden.
Noch ein dampfender Kratersee in einer beeindruckenden türkisen Färbung. Dieser See füllt und senkt sich nach ganz eigenen Zyklen, die zu enträtseln viele Wissenschaftler beschäftigt.


Einige Stellen sehen auch aus wie nach einem Chemie-Unglück - faszinierende grelle Farben.

Und dann noch eine Bootstour auf Kraterseen und vorbei an diesem blubbernden  Geysier.

Die Krönung des Tages war dann ein Bad in einem warmen Bach mit Miniwasserfall und Wasser von ca. 40 Grad am Keroscene-Creek. Ein absoluter Geheimtipp und fast nur Einheimische drumherum. Cora und ich haben uns natürlich sofort hineingestürzt, bzw. vorsichtig hineingleiten lassen, denn es war echt heiß aber herrlich. Und drumherum Bäume, die Sonne, die ihre Stahlen durch die Blätter auf uns senkte, das plätschernde Wasser - ich war völlig im Glück und mein Rücken hat sich über diese Wärmeanwendung sehr gefreut.