Freitag, 29. November 2013

Leben in Downunder

Coral Bay, 29.11.13 
Ein weiterer Pluspunkt beim Alleinreisen und im Backpackerleben ist, dass man selten lange allein ist. Schon gleich bei meiner Ankunft sprach mich Insa an, die ich am Abend davor schon in Exmouth getroffen hatte. Sie ist Studentin der Meeresbiologie, 26 Jahre alt und hat in Townsville am Meeresbiologischen Institut ein "Internship" verbracht. Sie wird jetzt nach Hause reisen und im Februar wiederkommen, um am Institut Ihre Abschlußarbeit zu schreiben. Mit ihrer erfahrenen Begleitung habe ich zwei Schnorcheldurchgänge im Reef gemacht und nach und nach immer mehr Sicherheit gewonnen. Süß war auch wie sie einmal um meine Töpfe in der Küche strich und bewundernde Blicke hineinwarf. Da hat sie mich an Melly erinnert und ich habe sie zum Essen eingeladen.
Pam ist Australierin und arbeitet zur Zeit als Nanny auf einer Rinderfarm ca. 4 Stunden von hier im Outback. Mit ihr habe ich den ein oder anderen Kaffee in Finns Cafe getrunken, viel gequatscht und am Abend in der Bar Riesenjenga, Billard und Tischtennis gespielt. Pam ist eigentlich Krankenschwester und arbeitete in einem Krankenhaus in Alice Springs als OP-Schwester im  ambulanten Bereich und hatte sehr viel Bereitschaftsdienst, weil es zu wenig qualifizierte Schwestern gab. So hat sie sich erstmal abgesetzt und einen viel weniger gut dotierten Job auf der Farm angenommen. Auch eine Art von Auszeit aber auch eine Herausforderung, da die drei Kids (2,4 und 6) ganz schöne Monster zu sein scheinen und aus Zeitmangel der Eltern viel mit I-Pads und Filmschauen beschäftigt werden, auch scheint die erzieherische Konsequenz nur begrenzt vorhanden zu sein.
Es war spannend vom harten Farmleben zu hören. Mit ihr war Johannes, ein 21jähriger deutscher Work&Traveller und sein 21/2 Monaten auf der Farm arbeitender Junge angereist. Sie berichteten, dass gerade das "Mustering" stattgefunden hatte. Alle Rinder werden dafür mit Hilfe von Cowboys auf Motorrädern, Hubschraubern und Autos zusammengetrieben. Dann wird gezählt und verkauft. Die verkauften Rinder werden dann als Lebendtransporte verschifft, vieles bis nach Israel, da dort besser bezahlt wird als hier. Echter Wahnsinn!!!!
Die Arbeit auf der Farm ist hart, die Arbeitstage mindestens 10 Stunden lang, beginnen morgens spätestens um 6:00. Abends fällt man dann schon um 8:30 Uhr ins Bett, lesen ist nicht angesagt, da Strom knapp ist und das Licht die Insekten anlocken würde. Der Verdienst ist nicht üppig.
Tja, nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich eines Tages in mein Zimmer kam und Tommy, ein ca. 40jähriger Ire auf dem Nachbarbett saß. Na, dass kann ja heiter werden, dachte ich. Tommy war aber ein echter Gentleman und geschnarcht hat er auch nicht. Dafür habe ich eine weitere Geschichte über Arbeiten in Australien. Tommy ist Zimmermann und arbeitet auf einer Insel, wo Gas gefördert und in Container verpackt wird und ebenfalls verschifft wird. Er arbeitet in der Produktion der Holzummantelung, in die dann Zement gegossen wird, um die Behälter zu formen - so viel hab ich mal verstanden. Der irische Akzent ist echt der Hammer und echt schwer zu verstehen, das hat auch Insa bestätigt. Und lästert mir nicht mehr über mein Th, bei einem Iren klingt Perth wie Pört. Ach ja in den Minen kann man gut verdienen, dafür wird dann 10 Stunden pro Tag gearbeitet für 2-3 Wochen und gewohnt in einer Anlage. Essen und Trinken gibt es frei in der Kantine. In der freien Woche fliegen dann alle nach Hause und wohnen z.B. wie Tommy in Perth. Einige Minen-Gesellschaften chartern Flugzeuge, um ihre Arbeiter von Orten wie  Margaret River, in denen es sich gut leben lässt und die Familien verbleiben,  zu den Minen hin- und zurückzutransportieren. Mindestens 80% der Leute in den Minen sind Männer. Frauen meistens eher Putzfrauen oder im Catering beschäftigt, aber es gibt auch einige Trecker und Lastwagenfahrerinnen.
Tja und heute morgen sind dann irgendwie alle abgereist. Mal sehen was an neuen Leuten nachgekommen ist. Dafür hatte ich dann heute mal Zeit zum Schreiben und Lesen. Geh gleich mal runter in die Küche mein Essen kochen. 

Donnerstag, 28. November 2013

Indikatorpflanzen

Vor vielen Reihen von Weinreben stehen Rosen. Diese zeigen zum einen an, ob es ich um weiße oder rote Reben handelt. Zum anderen sind die Rosen Indikatorpflanzen. Sie werden von den gleichen Schädlingen befallen wie der Wein, nur in der Regel deutlich früher. Daher werden die Rosen genau beobachtet, erkranken sie oder werden von Schädlingen befallen, kann der Winzer schnell handeln und das Ausbreiten der Schädlinge auf den Wein vermeiden oder verringern.


Hai-Meditation

Coral Bay, 24. - 28.11.13
Die Bäume blühen hier in den fantastischsten Farben. Dieser Affenbrotbaum am YHA-Hostel in Exmouth stand in voller Blüte. Die lila blühenden Jacarandas, die mir damals in Queensland so gut gefallen haben, sind hier schon fast verblüht. Beide stammen wohl ursprünglich aus Südafrika.

Beim Strandspaziergang entdeckten wir diese knöchernen Überreste einer Schildkröte. Der Panzer ist wirklich 
ziemlich dick ca. 0.8 - 1cm und sehr hart.
Dieses Wesen hat es auch gerade noch an den Strand geschafft.
Es gibt hier in Coral Bay ein natürliches vom Riff abgeteiltes Becken mit nur einem Zugang an einer Seite. Diese Bucht ist bekannt als Shark nursery. Auf meiner dritten Wanderung über Klippen und Strand hatte ich dann den idealen Tag, die richtige Zeit und den richtigen Wasserstand. Im seichten Wasser der Bucht tummelten sich mindestens 69 Haie. Und sie schwammen bis ca. 3 m an den Strand heran. Es war genial - ich fühlte mich so im Glück, dieses Wunder der Natur mitansehen zu dürfen.
Ich habe ewig nur dagestanden uns später gesessen und die Haie beobachtet - Hai-Meditation:-) Es wirkte wie im Kindergarten. Die Haie (ca. 1 m groß) schwammen in Gruppen in Kreisen im flachen Wasser herum. Es gab mehrere Kreise. Am Ausgang der Bucht waren einige einzelne etwas größer aussehende Haie. Es wirkte so, als ob die aufpassen, dass nichts gefährliches hereinkommt. Im etwas tieferen Wasser näher zum Ausgang schwammen die etwas größeren Haie, vielleicht Jugendliche. Es war so toll und ich hatte das Glück im richtigen Moment da zu sein. Leider verhalten sich nicht alle respektvoll.  Da wo ich stand waren die Haie sehr dicht am Strand. Kam ein älterer Herr mit grauem Bart, fragte was ich täte, dass sie so dicht sind und spazierte doch glatt munter rein ins Wasser auf die Haie zu, die sich natürlich gleich weiter nach hinten verzogen. Zwei weitere ältere Männer waren dann auch schon im Wasser, so dass ich "Stopp" rief und sie aufforderte aus dem Wasser  zu kommen. Der erste hat gemosert und ist immerhin nicht weiter gegangen und die anderen kamen wieder heraus. Es ist schon echt dreist mit welcher Respektlosigkeit manche Leute diesen Wundern der Natur begegnen.
Diese Muscheln hatte die Flut in einer Steinmulde auf den Klippen zurückgelassen.
Echse auf dem Weg zum Strand.
Die Corallen und die Fische hier sind wahnsinnig toll und enorm farbenfroh. Es gibt hier auch Fische, die wie Nemo aussehen. Dieses Foto habe ich aus einem Glasbodenboot heraus fotografiert, daher die Grünfärbung, aber für einen ersten Eindruck reicht es - hoffe ich. Zu sehen sind Lavender-Coral und die blaue Kohl-Coralle. Es macht unheimlich Spass beim Schnorcheln die vielen bunten Fische zu sehen. Die Corallen sind hier sehr dicht am Strand, weil hier ideale Bedingungen herrschen. Es treffen und vermischen sich hier ein warmer und ein kalter Strom, der das Leben und Wachstum in der Bucht fördert. Ein wunderbar intaktes Ökosystem, wie unsere Führerin auf der Bootstour erzählte. Weiter draußen durfen wir dann eine 3/4 Stunde schnorcheln - es war wunderbar und ich sah meinen ersten Hai aus nächster Nähe beim Schnorcheln - geil. Dank meines langsamen Herantasten ans Schnorcheln völlig entspannt und Angstfrei. 

Dienstag, 26. November 2013

Safari Tag 7

Sonntag, 24.11.13, Coral Bay

Los ging es um 7:30 und gegen 9:00 erreichten wir Coral Bay. Schon im Bus wurden E-Mail-Adressen ausgetauscht und dann hieß es Abschied nehmen von meiner supernetten Reisegruppe.
Darren und katja halfen mir noch meine Essensvorräte  und Schue ins Hostel zu tragen und schon waren sie weg. Ich habe dann als erstes Mal eine Maschine Wäsche gewaschen, da ich ja nur Klamotten für eine Woche dabei habe und diese nun aufgebraucht waren. Ausserdem tat es meiner etwas zu sehr sonnenverwöhnten Haut gut, einen Schattentag einzulegen.


Gegen Abend unternahm ich dann noch eine Strandwanderung über die Klippen mit Ines, einer Studentin der Meeresbiologie, die ich in Exmouth kennengelernt und in Coral Bay wiedergetroffen habe.

Safari Tag 6

Samstag, 23.11., Exmouth
Auch mal schön an einem Tag nicht alles zusammenpacken zu müssen, denn wir blieben noch eine weitere Nacht in Exmouth. Unser Tagesausflug führte uns zur Turquoise Bay, die mit türkisem Wasser und herrlichen Fischen aufwartete. Hier machte ich dann meinen ersten Schnorchelversuch und war stolz diese Herausforderung gemeistert zu haben. Die anderen waren mit unserem Tourguide unterwegs und haben einen Hai gesehen. Die Sonne hat geknallt auf den schattenlosen Strand und ich habe leider etwas Sonnenbrand am Bikinirand davongetragen. 
Im Bild rechts sind alte Sandsäcke aus dem zwieten Weltkrieg zu sehen, die jetzt versteinert sind. Die Japaner hatten damals Australien angegriffen, das zu den Alliierten gehörte. In Sichtweite befand sich auch 400 Meter hohe Türme mit Empfangsanlagen zum Aufspüren von Atomu-booten, die die Amys in den 70er Jahren wegen der Russen installierten. Wird immer noch genutzt, aber jetzt werden die Satelliten, die auch reichlich vorhanden sind in der Region genutzt, denn hier ist der westlichste Punkt von Australien.
Dies ist beim alten Leuchtturm. Dort sprach mich auch ein Mann in Arbeitsuniform an und fragte woher ich käme. Er stammt aus Singapor und ist Fachmann für Sicherheitstechnik und derzeit im Hafen von Exmouth beschäftigt. Er fragte auch, ob ich Englischlehrerin wäre, da mein Einglisch so gut wäre. Apropos Englisch, komme gut voran und suche vorwiegend Kontakt mit "Native English Speakern" - meine neue Challenge ist es Akzente zu erkennen. 
Unseren Busfahrer Darren bewundere ich ehrlich. Die Straße geht immer geradeaus und die Landschaft ist nicht gerade abwechslungsreich, immer röter werdende Erde, niedrige Büsche und ab und zu Termitenhüge.  Die Straße geht ca. 10 km von der Küste entfernt immer geradeaus nach NORDEN. Ich finde es sehr ermüdend und z.T. döst der ganze Bus, aber der Busfahrer fährt tapfer und bringt uns sicher ans Ziel.

Montag, 25. November 2013

Safari Tag 5 - Teil 2

In Coral Bay gingen 3/4 unserer Leute auf die Tagestour Schnorcheln mit Haien und Mantarays. Ladina und ich haben uns erstmal einen leckeren Kaffee in Fins Café gegönnt und sind dann an den Strand, wo wir auch Darren, Tricia und Lu getroffen haben. Später sind wir noch zu dritt Richtung Haibucht, haben aber leider keine Haie gesehen, da es recht windig war.
Zurück bei den Bootsausflüglern haben wir gefragt wie es gewesen ist und sie meinten "ja, langweilig, keine Mantarays und Haie da ...." Da habe ich dann erzählt, dass wir spontan auch eine Tour gebucht hatten "Schwimmen mit den Babyhaien", das geht, weil die haben ja noch ganz kleine Zähne, aber man darf sie nicht anfassen...." Was das denn gekostet hat, wurden wir mit neidischen Blicken gefragt. Ich habe dann Ladina und Tricia gefragt, ob sie das noch wüssten und die haben super mitgespielt. Viele haben uns geglaubt und am Abend nochmal nachgefragt :-)))
P.S. Die Mantaray-Tour war natürlich super und alle völlig begeistert.
Am Abend im Potshot YHA-Hostel in Exmouth erwartete uns Darren mit einem leckeren mexikanischem Essen und einem festlich mit Weingläsern gedeckten Tisch und Sekt.
Freitag ist der Partytag der Aussies, Samstag ist dagegen nichts los. So trat dann auch im anhängenden Pub eine Band auf, die allerdings Eintritt gekostet hätte. Anschließend gab es dann Umpfta-Musik. Mit Tricia habe ich mal einen Ausflug und eine Tanzrunde gewagt, aber es waren zuviele Männer mit Bierflaschen auf der Tanzfläche, so dass wir erst kurz vor Schluss mit unserer restlichen Meute nochmal auf die Tanzfläche sind. Irgendwann wollte ich dann ins Bett und Steph begleitete mich, als wir auf drei Iren trafen, die uns ein schönes Ständchen sangen - was letztendlich damit endete, dass ich mit einem der beiden zu "Dirty Dancing" aus seinem I-phone getanzt habe. Allerdings ohne Hebefigur, dafür hatte der Gute zuviel intus, sonst aber ein guter Tänzer.
Iren haben aber einen echt schwierig zu verstehenden Akzent, das haben auch die Briten bestätigt. Der Hammer war dann noch als der eine meinte er wäre 34 und Steph cool antwortete "ich bin 25 und meine Freundin auch"- ich schaute sie nur groß an und dachte o.k. ist dunkel genug und sie haben genug getrunken, dass  das durchgehen kann :-)
Die Einladung am nächsten Tag mit weiteren 20 Männern auf einen Bootsausflug (Arbeitsweihnachtsaktion) zu kommen, haben wir dankend abgelehnt:-))

Safari Tag 5 - Teil 1

Freitag, 22.11.13
Frust - habe gerade einen ewig langen Bogg-Post geschrieben und extra zwischengespeichert und plötzlich war alles weg - Frust hoch drei. So nächster Abend und ein neuer Versuch diesen Post zu schreiben. Nach einer guten Nacht im Zweibettzimmer trafen wir uns zum leckeren Frühstück auf der sonnenbeschienene Terasse auf der Schaffarm im Outback. Nach dem ersten Frühstück hatte ich um Sahne gebeten, um die Cornflakes essen zu können und auch um andere Marmelade, da es natürlich Erdbeer gab. Das hat prima geklappt und auch der Wunsch nach Chicken zum Lunch wurde zweimal erfüllt und erfreute Lu, die Malaisierin und mich. Zum Lunch gab es meistens Toast, Brötchen und einmal Wraps sowie Gurke, Tomaten, Scheiblettenkäse, merkwürdiger Wurstaufschnitt sowie Vegemite, Mayo und ein Chutney. Nach der Ankunft und meist recht langer Fahrt hat unser Busfahrer und Guide auch noch für uns gekocht und das nicht schlecht. Fast immer lecker und Lu und ich haben oft etwas extra bekommen z.B. Bohnen-Tomatengemüse zu Taccos anstatt Tomatenhacksoße. Das war echt prima. Dann ging es los. Wollte gerade meinen Vorhang im Bus zurückziehen, als ich eine dicke sandfarbene Spinne daran entdeckte und einen kurzen spitzen Schei "Spider" loslassen musste. Die machte sich dann erschrocken auf dem Weg zum Sitz vor mir und es brach ein wilder Tumult im Bus los. Peter unser britischer Held kam dann herangeeilt und erlegte die Spinne.
So erreichten wir dann erleichtert den Tropic of Capricorn. Ich hab verstanden, dass dies der südlichste Punkt der Sonne ist, bevor sie wieder auf die Nordhalbkugel "wandert". 
Es gibt noch ein vie schöneres Gruppenfoto, aber das habe ich noch nicht. Kommt also später nach.

Samstag, 23. November 2013

Safari Tag 4


Donnerstag, 21.11.13
Pünklich um 7:15 ging es los von Denhem, wo wir zwei Ferienwohnungen in einem YHA Hostel belegten. Ein kleiner Ort mit vielen Ferienwohnungen, Anlegesteg für Boote und Yachten, einem Supermarkt und einem Bottleshop. Sonst nicht viel mehr. Einer von vielen  direkt am Strand und im Hinterland nichts als Ödnis und karge Vegetation. Die Erde wird immer röter, je nördlicher wir kommen.
Unsere erste Etappe nach nur kurzer Fahrt war Monkey Mia - Delphine aus nächster Nähe sehen.
Wir durften keine Sonnencreme an den Beinen und Armen haben, da das einen Film im Wasser macht und nicht gut für die Augem der Delphine ist, die ja keine Hände haben. um es wieder herauszuwischen.


In Shark Bay finden die Haie im flachen Wasser der Bucht viel Nahrung, weil es Seegras gibt und dieses vielen kleinen Mehrestieren Nahrung und Lebensraum gibt. Wir sahen die Haie vom Eagle-Point aus nur als relativ kleine scharze Schatten im Wasser, die jedoch original ca. 1 Meter groß sind. Baden mit den Haien also keine gute Idee.


Am Abend war ich dann dran mit dem Abwasch und mit mir die 3 Schweizerinnen. Wir haben die Musik aufgedreht und beim Abtrocknen wild durch die Küche getanzt. Wir hatten soviel Spaß, dass wir sogar noch eine Polonaise nach draußen zum Lagerfeuer gemacht haben. Dementsprechend kam auch der Dank heute morgen im Bus von unserem Busfahrer und Guide an die "Dancing Queen Dishwashers" :-)
Ausgeklungen ist der Tag dann mit einem Lagerfeuer und Darren, unsere "Nanny" hatte sogar an Marshmallows gedacht. Einige (5) haben das Angebot angenommen und ihre Betten rausgetragen, um unter freiem Himmel zu übernachten. Die Sterne waren wirklich atemberaubend. Ich hatte allerdings Sorge wegen irgendwelcher Tiere wie Spinnen oder Schlangen, die mich Nachts besuchen könnten. Peter meinte am nächsten morgen auf die Frage, ob es gefährliche Tiere des Nachts gab, "ja nur eins - girls".

Nachtrag: Unsere Unterkunft fanden wir auf einer Farm. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, nahmen wir unsere Badesachen und wurden mit zwei Jeeps mit offener Ladefläche durch das Land vorbei an davonflitzenden Känguruhs und Schafen an den Privatstrand der Farm gebracht. Dort konnten wir in herrlich angenehmen Wasser mit gutem Wellengang baden gehen und einen weiteren Sonnenuntergang genießen. Da es eh nur Salzwasserduschen gab und Fönen nicht erlaubt war wg. knapper Stromresourcen fiel duschen aus - wird eh überbewertet:-))
Ein kleiner Plausch mit dem Farmer und später seinen Backpackerworker - natürlich ein Deutscher - ergab folgende interessante Infomationen: Der Farmer hat 9000 Schafe und 3000 Rinder, die alle mehr oder weniger frei auf dem Gelände der Farm herumlaufen und sich ihr Futter suchen. Sie werden weitgehend durch Zäune begrenzt und von einem Shepdog betreut. Letzte Woche waren die Schafscherer da und die Schafe wurden  mit Hund und Motorrädern zusammengetrieben (die moderner Cowboys reiten auf Crossmotorrädern). 
Die Schafscherer ziehen in Gruppen durch die Farmen und stammen meistens aus Neuseeland, da kein Australier diesen harten Job machen will. Ein Schafscherer schafft 1000 Schafe pro Tag und das Team erledigt allle Vor- und Nacharbeiten. Das Schafscheren kostet dann auch mal locker 12000 Dollar für so eine Farm.

Da der Verkauf von Wolle, Rind- und Schafsfleich nicht allzu üppig ist, setzt der Farmer von der Outback Shepstation Waroomba auf zusätzliche Einnahmen von Touristen und hat dafür diverse Unterkünfte auf seiner Farm, die er mit  seiner aus der Schweiz stammenden Frau betreibt. Die war übrigends mal on Workinghollidays als sie ihn durch einen gemeinsamen Freund kennenlernte. Jetzt haben sie drei gemeinsame Kinder.

Safari Tag 3

Mittwoch, 20.11.13
Früh um 7:00 Uhr ging es los zum Kalbarri Nationalpark. Im Nationalpark waren die Wege nicht befestigt, sondern Schotterstraßen. Unser Busfahrer ist ein gutes Tempo gefahren und wir wurden entsprechend gut durchgeschüttelt. Nach einen Jump durch ein itieferes Loch brach plötzlich Unruhe hinter mir aus, die Mädels meinten unser Anhänger mit den Taschen wäre verloren gegangen. Doch da konnte ich sie beruhigen, denn ich hatte beobachtet, wie Darren, unser Busfahrer den Anhänger vorher auf einem Parkplatz in der Mitte von Nirgendwo abgestellt hatte:-))

Auf unserem ersten Buschwalk durch den Nationalpark ging es zum LOOP. Siehe Bild unten. Wir sahen ein altes Flussbett, das nur sehr selten Wasser führt.
Der zweite Buschwalk folgte bald zum Z-Band. Hier war dann schon mehr Klettern   erforderlich. Die abenteuerlustigen der Gruppe konnten sich für 30 $ extra abseilen lassen. Ich hatte gleich zwei Kameras zu betreuen, um gute Fotos dieser Aktion zu ergattern. Hier unsere Malaisierin Lu auf dem Weg nach unten.
Wir sind eine nette Gruppe aus 3 Schweizerinnen, vier Deutschen, zwei Tschechinnen, eine Kanadierin und drei Briten und natürlich die Malaisierin. Alle sind nett und ich genieße mit allen sprechen zu können, da es für mich echt easy ist mich in Englich recht gut ausdrücken zu können. Das das gar nicht so normal ist, sehe ich an Alex unserem jungen GeGe (German Gentleman), wie Trisha, unsere älteste Frau mit über 60 ihn genannt hat, der erst seit 2 Wochen hier ist und  an Lara, eine Schweizerin, die so gut wie gar kein Englisch versteht und sich nur schwer verständigen kann. Sie hat sich jetzt an meine Versen gehängt und ich bin zur Übersetzerin geworden, dafür bekomme ich täglich eine Nackenmassage - kein schlechter Deal - oder?
Später haben wir dann noch die Stromatolites besucht. Diese produzieren Sauerstoff und haben es auch schon lange vor unserer Zeit getan und somit wohl erst die Basis für alle sauerstoffbenötigenden Lebewesen geschaffen. 
Die Basis sind Einzeller, Bakterien, die sich in Gruppen zusammenrotten und Matten oder "Stein"-Türme bilden. Sie wachsen wie Bäume am äußeren Rand.
Wenn sie nicht mehr von Wasser umspült werden, dann sterben sie ab. Ebenso, wenn wie in früheren Zeiten schwere Wagen mit Lasten für oder von den Schiffen transportiert wurden. Man sieht heute noch die Spuren der Wagen.
Die Stromatoliten können hier so gut gedeihen, weil das Wasser besonders salzig ist und daher nur wenige andere Lebewesen rundherum sind, die sie beschädigen könnten. Der Rundgang war sehr nett beschildert und Lara und ich haben uns durch alle Infoschilder gelesen, weil wir es hochinteressant waren, so waren wir dann auch die letzten im Bus.
Ach ja, zwischen den verschiedenen Zielen liegen ermüdent lange Fahrten mit dem Bus. Die Strasse ist wahnsinnig gerade. Ich bewundere unseren Busfahrer, dass er Stunde um Stunde wach bleibt und immer geradeaus fährt. Wir anderen dösen früher oder später ein und versuchen halbwegs angenehme Stellungen zum Schlafen zu finden. Fragt nicht, was mein Nacken dazu sagt... Gestern war dann Lunch eine echte Rettung auf der Billabong-Rasstätte (die verkaufen sogar T-shirts von der Raststätte - vermutlich wiel viele so happy sind, mal wieder ein Haus und Shop zu sehen?!) gab es unser übliches Picknick aus labberigem Toast, der gerne im Gaumen festklebt Käsescheibletten, Wurst sowie Gurken, Tomaten und Salat.
Mein Highlight, Lu und ich bekamen extra  Chickenaufschnitt (kleine Intervention meinerseits - sage was Du möchtest und Du wirst es sehr warscheinlich bekommen). Und dann gönnte ich mir eine herrlich kalte Cola - das brachte dann meine Lebensgeister wieder zurück. Ihr glaubt gar nicht wir lecker so eine Cola unter diesen Umständen sein kann.
So war ich dann auch in der Lage den Shell-Beach-Besuch mit allen Sinnen zu genießen. Der ganze Strand besteht nur aus Muscheln und die flache Bucht führt sehr salziges Wasser. Es war herrlich warm und wie in der Badewanne und es hat herrlich getragen. Die Muscheln werden in einer nahe gelegenen Fabrik gemahlen und dann  dem Hühnerfutter zugesetzt, um die Schalen hart zu machen.
Hier sind unsere drei Männer der Gruppe. Links Darren, der nicht nur Busfahrer, sondern auch Tourguide, Koch und Nanny für uns ist, sowie Peter unser Brite, der behauptet Triathlon und Ironman zu machen, aber gar nicht danach ausieht und Alex unser GeGe, der bemüht ist bei den Mädels zu punkten.

Safari Tag 2

Dienstag, 19.11.13
Los ging es nach einem schnellen Frühstück um 7:30 Uhr. Unser erster Stopp war ein kleiner privater Wildpark. Zwei sehr engagierte Frauen haben dort eine Erste-Hilfe Station für in Wildnis lebende und verletzte Tiere oder verlassene Tiere aufgebaut. So ziehen sie z.B. Kangoruh-Babys /(Joeys) auf, wenn deren Mütter z.B. bei einem Autounfall ums Leben kamen. An den Zitzen dees Muttertieres kann man erkennen, ob sie ein Kleines gesäugt hat und wie alt dieses war. Die Känguruh-Mütter sind sogar in der Lage zwei Sorten Milch zu produzieren, wenn sie ein Neugeborenes  und ein heranwachsendes gleichzeitig säugen.
Dieses kleine Känguruh Baby wohnt im Haus der Betreuerin und hängt in einem Beutel im Schlafzimmer. Sie betreut sie rund um die Uhr und nimmt sie auch in die Kneipe mit, wenn sie sich mit Freunden trift. Wie kleine Babys auch müssen Känguruhs erst die Fotbewegung üben. Es war nett dieses kleine Känguruh dabei zu beobachten, wie es noch etwas wackelig und unsicher herumhüpfte. Die anderen waren im Gehege und wir konnten sie füttern, habn ganz schön große Zähne, jeweils zwei oben und unten.
Der Strauss war etwas in Sorge über unseren Besuch, wei er bzw. sie  in der Mitte des Geheges drei große Strausseneier gelegt hatte.
Abgefahren war der Besuch bei Prince Leonhard in der Hutt River Province, der eine Lücke im Gesetz entdeckte und dadurch seine eigenes Land im Land bekam. Er muss auch keine Steuern an Australien abführen, da er ein eigenes Land hat. Der alte Herr hat uns allerlei Kuriositäten und Sammlungen vorgeführt und für 2€ konnte man sich auch einen Stempel für Ein und Ausreise aus seinem Land geben lassen.
Ich durfe auf dem Thron der Frau von Prince Leonard, einem steinalten Herren mit recht unverständlicher Aussprache zur Probe sitzen. Es war alles sehr skurril, aber er schien von sich und seinem Land überzeugt zu sein.
Übenachtet haben wir am Rande des Kalbarri National Park und den Abend mit einem leckeren  Barbecue abgeschlossen und natürlich einem leckeren Gläschen westaustralischem Chardonnay. Schmeckt zur Not auch aus dem Plastikbecher, wenn kein Glas zu finden ist:-)

Safari Tag 1

Montag, den 18.11.13, Perth
Megafrühes Aufstehen an einem Montagmorgen. Kate war so toll und hat mich in die Stadt gefahren, so dass ich pünktlich um 6:45 Uhr am Coach.Stand in der Wellingtonroad auf meinen "Red Earth Safari" Bus wartete. Fast pünklich ging es dann los, allerdings wurden noch viele weitere Stationen angefahren und weitere Leute eingladen. Bis es dann endlich gen Norden ging. Erster Stopp war der Yanchep National Park, in dem wir erst eine Höhlenführung gemacht haben und anschließend ein Koalas in leider sehr hohen Bäumen bewundern konnten, die sich nicht herabließen sich herunter in fotographierfreundigerer Entfernung zu begeben. Daher müsst Ihr googlen, um bessere Koalafotos zu bekommen. Koalas sind in Australiens Wildlife so gut wie ausgestorben.



Nach einer längeren Fahrt im Bus erreichten wir unser erstes Hostel in Cervantes. Nach etwas Freizeit, die wir in größerer Gruppe mit einem Strandspaziergang verbrachten. Der Wind war sehr stark und auf dem Aussichtspunkt hat der Wind den Sand so heftig auf die Haut prasseln lassen, dass es weh tat. 
Zum Sonnenuntergang sind wir dann in den Namburg National Park gefahren, um die Pinnacles bei Sonnenuntergang zu betrachten.
Diese interessanten Skulpturen sind folgendermaßen entstanden: Erst war die Region unter Wasser, dann zog sich das 
Wasser zurück und Bäume wuchsen.Da der Wind immer recht starkwar, hat es in die Nischen der Bäume den Sand geweht, der dann mit dem Regenwasser reagiert hat und diese Skulputen geformt hat. Die Bäume sind dabei kaputt gegangen und haben lediglich als Form gedieht. Das Holz ist dann nach und nach vergangen, die Abformungen stehen jedoch als Pinnacles noch heute. Die Aboriginals mochten diesen Platz nicht, da sie dachten, der Sand würde die Menschen verschlingen und die Pinnacles wären die Finger der vor langer Zeit begrabenen Vorfahren.

Lucky me

Was hab ich auch immer wieder für ein Glück. Zurück in Perth wartete auf mich der Heritage Day. Am Sonntag, den 17.11. wurde der 150jährige Geburtstag des Governmenthouse gefeiert. Dies ist der Amtssitz des Gouverneurs von Western Australien (W.A.). Und hier wohnt auch die Queen oder Angehörige des Königshauses, wenn sie in Perth sind. 
Hier mal ein kleiner Eindruck des Ballsaales. Die rauschenden Ballnächte mit farbenfrohen und prächtigen Gewändern sind hier leicht vorstellbar. Die letzte Fahne mit dem schwarzen Schwan steht übrigends für W.A. Die schwarzen Schäne giibt es auch noch, habe aber noch keine gesehen, sollen aber nicht sehr menschnefreundlich sein, sondern einen attakieren auf der Suche nach Futter.

Die Queen ist im Govenerhouse überall präsent. Als Foto oder Gemälde in allen Altersstufen. An dem prächtig gedeckten Tisch hätten Melissa, die Präsidentin des BPW-Club Joondalup mit der ich unterwegs war und ich uns gerne niedergelassen, um uns ein leckeres Mal servieren zu lassen. Allerdings hätte ich in der Gesellschaft der Queen doch etwas Sorge gehabt nicht in Unkenntnis der Umgangs- und Tischregeln mit Royals unangenehm aufzufallen. Und so haben wir uns dann lieber Samosas, Köttbolla und Chickenroll von den internationalen Ständen im Garten schmecken lassen.  Und "lucky me 2" - wir haben auch ein Stück vom "Birthdaycake" bekommen. Ein formvollendet gekleideter Buttler servierte kleine Stückchen eines superleckeren Schokokuchen auf einem Silbertablett. Und meins hatte ganz viel Schokolade obendrauf, yammi! 
Einen deutschen Stand gab es natürlich auch mit Bratwürsten und natürlich Personal in Dirndl und Trachten - grrrmbl.


Auch die Kulur kam nicht zu kürz. Überall in der Stadt traten Chöre auf. Wir haben zwei sehr gute Männerchöre gehört. Melissa kannte die Guten, da sie selber in einem Chor singt. Diese Männer hatten einen tollen Song, den ich auch aufgenommen habe. Er wurde angekündigt als Song, um Touristen nach Australien zu locken und ging etwas so. Es ist wunderbar hier und wir haben schöne Tiere wie Haie .... und es kann sein, dass ihr ...accidentally be killed" - aber sonst alles prima. Auch die andere Gruppe "Spooky Man" war super und hatte eine tolle und lustige Interpretation eines Abbasongs im Repertoire. Zuguterletzt sah ich noch einen klasse Pantomimen in der Fußgängerzone, so dass ich nur knapp vor  Ladenschluss um 5 p.m. schaffte meine Einkäufe zu erledigen.

Riversilk

Cowaramup, 14.11. u. 15.11.13
In der Margret River Region kann frau nicht nur hervorragend schlemmen und sich von einer Weinprobe zur nächsten bewegen, sondern auch zahlreiche Galerien und Kunsthandwerker besuchen. Und besonders gut ist es, wenn man bei Künstlern wohnt. Michelle Miller ist eine Seidenkünstlerin (Riversilk) und lebt mit Mann Garry und Sohn Seb. auf einer kleinen Farm nähe Cowaramup. 

Sehr gut gefallen haben mir auch die Werke dieser Künstlerin. Sie hat Punkte aus Stoffresten, Mustertapeten oder Zeitungen gekonnt mir Malerei verbunden. Eine gute Inspiration für die Verwendung von Stoffresten.....
Diese Skulptur im Garten der Schmuckgalerie hätte bestimmt auch gut in unserem Lübecker Garten ausgesehen, hat aber leider nicht in meinen Rucksack gepasst. Das spart übrigends enorm und bewahrt vor spontanen Lustkäufen. Verzehrgüter wie Wein natürlich ausgenommen :-)