Ein weiterer Pluspunkt beim Alleinreisen und im Backpackerleben ist, dass man selten lange allein ist. Schon gleich bei meiner Ankunft sprach mich Insa an, die ich am Abend davor schon in Exmouth getroffen hatte. Sie ist Studentin der Meeresbiologie, 26 Jahre alt und hat in Townsville am Meeresbiologischen Institut ein "Internship" verbracht. Sie wird jetzt nach Hause reisen und im Februar wiederkommen, um am Institut Ihre Abschlußarbeit zu schreiben. Mit ihrer erfahrenen Begleitung habe ich zwei Schnorcheldurchgänge im Reef gemacht und nach und nach immer mehr Sicherheit gewonnen. Süß war auch wie sie einmal um meine Töpfe in der Küche strich und bewundernde Blicke hineinwarf. Da hat sie mich an Melly erinnert und ich habe sie zum Essen eingeladen.
Pam ist Australierin und arbeitet zur Zeit als Nanny auf einer Rinderfarm ca. 4 Stunden von hier im Outback. Mit ihr habe ich den ein oder anderen Kaffee in Finns Cafe getrunken, viel gequatscht und am Abend in der Bar Riesenjenga, Billard und Tischtennis gespielt. Pam ist eigentlich Krankenschwester und arbeitete in einem Krankenhaus in Alice Springs als OP-Schwester im ambulanten Bereich und hatte sehr viel Bereitschaftsdienst, weil es zu wenig qualifizierte Schwestern gab. So hat sie sich erstmal abgesetzt und einen viel weniger gut dotierten Job auf der Farm angenommen. Auch eine Art von Auszeit aber auch eine Herausforderung, da die drei Kids (2,4 und 6) ganz schöne Monster zu sein scheinen und aus Zeitmangel der Eltern viel mit I-Pads und Filmschauen beschäftigt werden, auch scheint die erzieherische Konsequenz nur begrenzt vorhanden zu sein.
Pam ist Australierin und arbeitet zur Zeit als Nanny auf einer Rinderfarm ca. 4 Stunden von hier im Outback. Mit ihr habe ich den ein oder anderen Kaffee in Finns Cafe getrunken, viel gequatscht und am Abend in der Bar Riesenjenga, Billard und Tischtennis gespielt. Pam ist eigentlich Krankenschwester und arbeitete in einem Krankenhaus in Alice Springs als OP-Schwester im ambulanten Bereich und hatte sehr viel Bereitschaftsdienst, weil es zu wenig qualifizierte Schwestern gab. So hat sie sich erstmal abgesetzt und einen viel weniger gut dotierten Job auf der Farm angenommen. Auch eine Art von Auszeit aber auch eine Herausforderung, da die drei Kids (2,4 und 6) ganz schöne Monster zu sein scheinen und aus Zeitmangel der Eltern viel mit I-Pads und Filmschauen beschäftigt werden, auch scheint die erzieherische Konsequenz nur begrenzt vorhanden zu sein.
Es war spannend vom harten Farmleben zu hören. Mit ihr war Johannes, ein 21jähriger deutscher Work&Traveller und sein 21/2 Monaten auf der Farm arbeitender Junge angereist. Sie berichteten, dass gerade das "Mustering" stattgefunden hatte. Alle Rinder werden dafür mit Hilfe von Cowboys auf Motorrädern, Hubschraubern und Autos zusammengetrieben. Dann wird gezählt und verkauft. Die verkauften Rinder werden dann als Lebendtransporte verschifft, vieles bis nach Israel, da dort besser bezahlt wird als hier. Echter Wahnsinn!!!!
Die Arbeit auf der Farm ist hart, die Arbeitstage mindestens 10 Stunden lang, beginnen morgens spätestens um 6:00. Abends fällt man dann schon um 8:30 Uhr ins Bett, lesen ist nicht angesagt, da Strom knapp ist und das Licht die Insekten anlocken würde. Der Verdienst ist nicht üppig.
Tja, nicht schlecht gestaunt habe ich, als ich eines Tages in mein Zimmer kam und Tommy, ein ca. 40jähriger Ire auf dem Nachbarbett saß. Na, dass kann ja heiter werden, dachte ich. Tommy war aber ein echter Gentleman und geschnarcht hat er auch nicht. Dafür habe ich eine weitere Geschichte über Arbeiten in Australien. Tommy ist Zimmermann und arbeitet auf einer Insel, wo Gas gefördert und in Container verpackt wird und ebenfalls verschifft wird. Er arbeitet in der Produktion der Holzummantelung, in die dann Zement gegossen wird, um die Behälter zu formen - so viel hab ich mal verstanden. Der irische Akzent ist echt der Hammer und echt schwer zu verstehen, das hat auch Insa bestätigt. Und lästert mir nicht mehr über mein Th, bei einem Iren klingt Perth wie Pört. Ach ja in den Minen kann man gut verdienen, dafür wird dann 10 Stunden pro Tag gearbeitet für 2-3 Wochen und gewohnt in einer Anlage. Essen und Trinken gibt es frei in der Kantine. In der freien Woche fliegen dann alle nach Hause und wohnen z.B. wie Tommy in Perth. Einige Minen-Gesellschaften chartern Flugzeuge, um ihre Arbeiter von Orten wie Margaret River, in denen es sich gut leben lässt und die Familien verbleiben, zu den Minen hin- und zurückzutransportieren. Mindestens 80% der Leute in den Minen sind Männer. Frauen meistens eher Putzfrauen oder im Catering beschäftigt, aber es gibt auch einige Trecker und Lastwagenfahrerinnen.Tja und heute morgen sind dann irgendwie alle abgereist. Mal sehen was an neuen Leuten nachgekommen ist. Dafür hatte ich dann heute mal Zeit zum Schreiben und Lesen. Geh gleich mal runter in die Küche mein Essen kochen.




















































