Dienstag, 31. Dezember 2013

Happy New year

Allen ein gutes neues Jahr 2014. Hier in Neuseeland hat das neue Jahr schon angefangen. Mit unserer Spontanparty mit Nord-Süd-Deutschland-Verständigung hatten wir auch dank Sandras Sylvesternotkit im Briefumschlag  viel Spass. 

Montag, 30. Dezember 2013

Coffee keeps me going until it´s time for wine

Am 29,12. sind wir kurz nach 8:30 Uhr mit unserem kleinen Toyota Yaris Mietwagen losgefahren Richtung Norden.
Unseren Kaffee-Stopp machten wir in Mangawhei ( wh wird wie f ausgesprochen - P.S. die Maori haben hier wirklich putzige Namen z.t. sehr gewöhnungsbedürftig.) Hier fand ich im Café meine derzeitiges Reisemotto "coffee keeps me going until it´s time for wine"
Dann machte sich ein großes Hungergefühl bemerkbar und wir fuhren gen Strand, wo wir bei diesem traumhaften  Ausblick unseren Lunch mit Käse, Labberbrot, Gurken und Oliven genossen.
In Whangarei fanden wir ein Hinweisschild Whangarei-Wasserfall und machten einen tollen Spaziergang durch  den Regenwald zum Wasser fall - toll. Und es hat soooo gut gerochen!!!!
In einem kleinen Ort  mit Namen Kawakawa kurz vor Pahia findet sich diese von Friedensreich Hundertwasser gestaltete öffentliche Toilette mitten im kleinen Ort. 



Eine Lampe, der Fußweg und ein weiterer Laden sahen ebenfalls sehr nach Hundertwasser aus. Dieser hat seine letzten Lebensjahre hier in der Nähe in Neuseeland zugebracht.
Mit einer kleinen Notkeksstärkung schafften wir die letzten Kilometer bis Pahia  zu unserem Hostel, wo wir hungrig und spät eintrafen.

Angekommen in Aukland, Neuseeland

LAm 26.12. sind Cora und ich dann von Adelaide über Melbourne nach Auckland Neuseeland geflogen. Die Flugzeit war uns eigentlich viel zu kurz, da wir mit unserem zweiten Film "I´m a girl" noch gar nicht fertig waren!!!!ü
Groß war die Freude Birgit, meine schwäbische Freundin und Coras Patentante am   Flughafen in Auckland in die Arme schließen zu können. Toll war, dass sie unsere Betten im Hostel schon organisiert hatte und wir uns direkt hineinbegeben konnten.                                           
 
Die zwei Tage in Auckland verbrachten wir mit notwendigen Einkäufen wie ein Zweit- und Drittpaar Socken für Ilka und je eine Regenhose für Cora und Ilka. Jetzt sind wir für NZ gerüstet :-)


Dieses Maori-Tor fanden wir im Stadtzentrum - netter Kontrast zu den Hochhäusern - oder?
Aukland ist ein Vulkangebiet und es geht immer rauf und runter, dadurch gibt es auch häufig traumhafte Ausblicke wie hier.                                

Auf dem Weg zum Museum fanden wir diesen nackten Krieger in fast perfekter Yogapose auf dem Eingangstor.
Vor dem Museum war dann ein Menschenauflauf und viel Presse. Wir natürlich hin und haben erfahren, dass Serena Williams, die Tennisspielerin interviewt wurde. Wir haben sie auch kurz gesehen, allerdings haben die Reporter sie immer verdeckt. Läßt sich aber erahnen - oder?
Nachdem wir uns nach dem 3/4 stündigen Marsch vom Hostel zum Museum im Museumscafé mit einem Käffchen und einem Glas Wasser gestärkt hatten, ging es natürlich auf die Toilette. Dabei passierten wir den Hintereingang zum Museum und waren schwupps schon drin. Das hat uns dann 25$ pro Person gespart, die sie am Haupteingang kassieren :-)
Aber pst nicht weitersagen!!!! Geheimtipp!!! Wir haben am Ausgang dann großzügigerweise eine Spende hinterlassen. Das Museum war riesig mit vielen verschiedenen Abteilungen. Besonders gefallen hat mir die Design-Abteilung und in der Maori-Abteilung das Versammlungshaus. Wir durften es nur ohne Schuhe begehen und sind dann in die Ruhe dieses Ortes hineingetaucht. In einer anderen Abteilung wurde über Vulkane berichtet. Hier habe ich besonders interessiert die Vorteile von Vulkanen gelesen wie z.B. fruchtbare Lava, die den Boden verbessert, C02 Ausstoss bei Vulkanausbrüchen, das so dem Kreislauf wieder zugefügt wird etc.
Dann gab es noch eine Simulation in einem Wohnraum mit Fernseher und großer Fensterfront mit Blick auf die Bucht mit dem Vulkan im Hintergrund. Im Fernsehen gab es dann eine Berichterstattung, dass ein Vulkanausbruch befürchtet wird und wie weit die Evakuierungsarbeiten vorangeschritten sind - dann brach das Fernsehen ab und eine Eruption erschütternte das Zimmer, dann brach der Vulkan mitten in der Bucht aus ....
Obwohl ich ja wusste, was wohl passieren musste - war ich die einzige die einen Schrei loslies .... Tja, deswegen wollen ja auch alle immer 3-D-Filme mit mir schauen - oder?
Holzhäuser wie diese sind in den schöneren Gegenden als typische Wohnhäuser zu finden. Die Hausnummer habe ich mir mal als Inspiration für weitere Experimente mit Scherben-Mosaik-Kunst gemerkt.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Adelaide entdecken auf eigene Faust

Sonntag, 22.12. und Montag 23.12. hatten wir Zeit, um Adelaide auf eigene Faust zu erkunden. Am Sonntag besuchten wir die Aboriginal-Ausstellung im Museum und die Art-Gallerie.
Hier gab es eine für mich neuartige Organisation. Es war in Räumen eingeteilt nach den Eigentümern der Kunstwerke. Das hatte zur Folge, dass eine bunte Mischung von alter und neuer Kunst in den Räumen zu sehen war. Im ersten Raum wurden wir von einer raumhohen Installation aus zwei aneinandergenähten aufgehängten Pferderückseiten überrascht. 

In der Fußgängerzone von Adelaide erspähten wir dieses nette Bronze-Schwein, dass den Müll inspizierte.
Der Putzfrau auf der Wandmalerei rechts waren wir schon als Installation im Museum begegnet. Davor saß eine Frau, die aussah wie unecht und echt gut zu dem Kunstwerk in der Markthalle passte.

Hier entdeckten wir auch diesen netten Laden, der davon zeugt, dass Adelaide der Anlaufpunkt für deutsche Aussiedler war, die hier auch vieles in der Kultur geprägt haben.
Begeistert waren wir vom Besuch der Jamfactory. Dies ist ein Projekt mit Werkstätten für Metall, Holz und Glasbläserei. Hier können jungen Künstler für 2 Jahre arbeiten und bekommen Training und Ausbildung in allen Themen rund um die Kunst und vor allem wie sie von der Kunst leben können. Sie produzieren dafür 3 Tage die Woche Dinge, die in der hauseigenen Galerie verkauft werden und die restlichen Tage können sie an eigenen Werken arbeiten.
Wir konnten in der Glasbläserei zusehen.
Echt faszinierend wie gedreht, gezogen, immer wieder erhitzt, dann etwas anderes hinzugefügt wurde und letztlich zum Ruhen in einen Schrank abgelegt wurde.
Letztendlich wird es dann so aussehen, wie diese hübschen Glaskunstwerke, die wir im Laden gesehen haben.
Mit dieser Künstlerin haben wir noch gesprochen. Sie ist gerade fertig mit ihrer Ausbildung und wird demnächst in ein angeschlossenes Atelier ziehen, um hier noch eine Weile zu arbeiten. 
Sie hat diese Schmuckstücke für den ganzen Oberkörper als Abschlussarbeit entwickelt. Vielleicht nicht für jede tragbar, aber sicher ein Hingucker auf einem schlichten schwarzen Kleid.

Es weihnachtet sehr in Aussiland


Im Haus von unseren Verwandten Erica und Theo (Theo ist der Cousin von meiner Mama) entdeckten wir schnell den  Pool Billiardtisch für uns. Am zweiten Abend haben Theo und Erica uns versucht die Spielregeln beizubringen und am nächsten Abend haben wir sie zu einem Spiel Australien gegen Deutschland herausgefordert. Es war knapp aber wir haben gewonnen, hatten alle viel Spaß dabei.

Am 24.12. sind wir mit Theo und Erica im Auto zu einer Strandbesichtigungstour  mit Lunch in einem netten Hotelrestaurant auf dem Weg unterwegs gewesen. Das Foto ist von unserem Spaziergang am Strand von Sellick. Dort hatte die Familie ein Ferienhaus und hat viele Ferien dort verbracht. Später haben wir noch auf ein Glas Saft bei Margaret, der älteren Schwester von Theo und ihrem Mann hereingeschaut, die in einem Haus in einem "Rentner-Dorf"(Retirement Village) der Lutherischen Kirche wohnen.

Am Abend davor wurden wir von Michael, Erica´s und Theo´s jüngstem Sohn abgeholt zu einer besonderen Veranstaltung in Lobethal in den Adelaide Hills. Lobethal wurde um 1850 von 18 deutschen Familien gegründet, von deren Nachkommen einige noch immer dort leben.
Hier gab es dann zu winterlich kalten 
Temperaturen von ca. 10 Grad - gefühlt minus 3- eine Christmasparade. Eine Mischung von Vereinsselbstdarstellung, Schützenfest und Weihnachten.
Hier der Trike-Verein und der Rock´n´Roll Verein, die den Eindruck machten, als hätten Sie Probleme neue Mitglieder zu bekommen.
Danach gab es dann noch das Krippenspiel mit echten Tieren und Menschen. Sogar zwei Kamele wurden aufgeboten und das Baby war echt süß und hat die ganze Zeit putzig dreingeschaut. Dieses Schauspiel wird von Laiendarstellern schon seit ca. 25 Jahren jedes Jahr wieder aufgeführt und zwar 3 Wochen vor Weihnachten täglich.
Durchgefroren wie wir waren haben wir uns über die Heizung im Auto sehr gefreut und meine eiskalten Füße, die in Sandalen gesteckt hatten, haben eine Jacke anbekommen und sind so langsam aufgetaut. Lobethal ist auch berühmt für die ausgefallenen Weihnachtsdekorationen - hier nur ein kleiner Eindruck - es wurde an vielen Häusern nicht gespart mit bunten Lichtern, Blinkblink und Kitsch hoch drei - irre!!!!!
Am Heilig Abend sind wir in die Kirche gegangen und haben Abends noch ein wenig  bei Wein, Käse und Nüssen zusammengesessen. Das eigentliche Weihnachten wird hier erst am 25.12. gefeiert.
Am Vormittag hatten wir, noch im Bett liegend, mit unseren Lieben in Berlin telefoniert und unseren Salat vorbereitet. Um drei Uhr sind wir wieder in die Adelaide Hills gefahren, um im Haus von Claudia und Michael die ganze Verwandschaft zu treffen. Dort gab es dann wieder die typischen Vorspeisen wie Käseplatte und Chips zu Wein, Bier etc. Danach Salatbuffet und Fleisch, gefolgt von Keksen, Obst und einer süßen Nachspeise mit Baiser und Mangosahne. Danach waren wir herrlich vollgegessen und haben uns endlich wie Weihnachten gefühlt. Viel Essen und Familie rundherum - schöööön.
v.l.n.r. Grantley (Mann von Jessica), Cora, Ilka, Jessica, Erica, Zac, Theo, Richard, Daniel, Michael, Jelena (Frau von Dominik), Max (Sohn von Grantley und Jessica), Ann, vorne Claudia, Benjamin. Jessica, Zac und Dom sind Kinder von Ann. 

Dienstag, 24. Dezember 2013

Adelaide Hills entdecken mit BPW

Kaum angekommen am Donnerstag, den 19.12.13 in Adelaide bei den Verwandten, wurden wir auch schon abgeholt von Dr. Jean Murray, Präsidentin des BPW Club Adelaide. In einem Hotel mit Aircondition trafen wir uns an einem mit 40 Grad superheißen Tag. Der Wind auf der Straße hat sich angefühlt als würde ich mit einem heißen Fön angepustet. Im Hotel fand ich es dann so kühl, dass ich mir meine Jacke überziehen musste :-)
Das Abendessen mit Dr. Jean Murray, Cora, Gilian und Kerryla war sehr kurzweilig. Es gibt hier zwei BPW Clubs in Adelaide Stadt und in den Adelaide Hills. Zusammen sind es zwischen 20 und 30 Mitglieder. Jean und ihre Stieftochter  Kerryla sind sehr aktiv in politischer Arbeit. Jean bereitet gerade die Anträge für die internationale Konferenz in Korea vor und stimmt diese vorbereitend mit den anderen Ländern ab. Eine Menge zu tun neben ihrem Job und der Betreuung zweier Enkelkinder einmal die Woche. Davon profitiert Kerryla, die zur Zeit studiert und sich qualifiziert für höhere Tätigkeiten im Verwaltungsbereich. Gilian organisiert für die Adelaider BPW den Equal Pay Day und eine Kampagne gegen Gewalt gegen Frauen. Die Australierinnen verdienen 17% weniger als ihre männlichen Kollegen. Sie begehen den EPD im September, denn ihr Finanzjahr endet immer Ende Juni eines Jahres und nicht Ende Dezember wie bei uns. Auch hier gibt es ein ganzes Ursachenbündel mit etwas anderen Komponenten als bei uns. Es gibt auch hier noch viel zu tun und auch hier ist es nicht einfach engagierte Frauen zu finden, die sich neben der Arbeit in die Lobbyarbeit für berufstätige Frauen stürzen.
Sheila Evans und Valerie Bonyton von dem BPW Club Adelaide Hills holten uns am Samstag morgen zu einem Ausflug in die Adelaide Hills ab. Zuerst ging es auf einen Bauernmarkt in Mt. Barker mit netten Ständen regionaler Anbieter mit handgemachter Seife, Honig, Weihnachtskarten und Gemüse. Danach ging es mit Zwischenstopp bei einer Erdbeer-Farm zu der Winerie "Bird in the Hand". Dort haben wir ausgiebig alle Weine und sogar die Sektsorten durchprobiert. Zur Krönung gab es einen Weißwein, der pro Flasche 75$ kostet. Uns hat aber der Rosé-Sekt für 25$ besser gefallen. Der ist auch bei Hochzeiten sehr beliebt und beim Weggehen haben wir auch die aufgedressten Hochzeitsgäste bewundern können, die dort eine Hochzeit feiern wollten. Auch ein Altar für die Hochzeitszeremonie im Freien war vorbereitet.
v.l.n.r. Val, Cora, Sheila, Ilka
Nach dem vielen Wein war uns nach einer Stärkung zumute. Bei einer Käsefabrik bestellten wir eine Käseplatte mit leckerem hausgemachten Käse und Kräckern. In der Schokoladenfabrik gleich nebenan haben wir uns mit Schokolade mit Ingwerfüllung eingedeckt  und dieses nette Schild entdeckt. Cora hat dies gleich zu ihrem zukünftigen Diätmotto erklärt.
Eine Tour durch die Berge und die riesigen Wasserspeicherseen für die Wasserversorgung von Adelaide rundete diesen netten Tag ab.

Samstag, 21. Dezember 2013

Grampions und Highway

Wie immer früh aufgestanden und schon um 8.30 Uhr bei unser ersten Aktion. Uns wurde eine dreistündige Klettertour durch den Grand Canyon und hinauf zu dem Pinnacle empfohlen. Da wir früh dran waren begegneten wir auf dem Hinweg keinen Menschen und hatten die Natur ganz für uns.
Über Felsen und z.T. Stufen ging es den gelben Pfeilen nach immer nach oben. Wir waren froh unsere guten Wanderschuhe anzuhaben, den wir hatten über viele Felsen zu klettern. Zum Glück waren schwierige Stellen oft mit Griffen gesichert. So dass ich auch merkte, dass wir vom Weg abgekommen sind, als Cora auf einem schmalen Pfad an der Felswand entlang spazierte und ich etwas Angst bekam. Aber da hörten wir Stimmen und warteten einfach ab, woher die kommen und siehe da, wir hatte eine Spalte übersehen, die wir jetzt hinaufkletterten.
In dieser Höhle fand Cora eine schöne Abkühlung, denn langsam wurde es immer wärmer und wir gerieten durch die Klettertour mehr und mehr ins Schwitzen.



Einige Stellen, waren nur für schmale Leute passierbar, weniger sportliche hätten es wohl auch eh nicht bis hierher gebracht - schnauff.
Belohnt wurden wir mit diesem fantastischen Ausblick. Die Aussichtsplattform war dann eine weitere Herausforderung für mich, weil weit über den Abgrund ragend und es ging wirklich tief runter.
Die Zeit verging einfach zu schnell. So dass wir nach dieser Klettertour nur noch Zeit für einen Kaffee und gaaaanz viel Wasser hatten - inzwischen war es echt heiß geworden - und schon war es Zeit uns auf den letzten Teil der Etappe nach Adelaide zu machen. Diese sollte mindestens 6 Stunden dauern und war nach  der ersten 3/4 Stunde kurvend direkt am Abgrund - huaaaa - megalangweilig. Immer geradeaus auf einer einspurigen Landstraße mit Überholstreifen alle x km. Wir versuchten uns mit Cola, Kaffee, Musik, Hörspielen und Känguruh-poetry-slam wachzuhalten. Einen besonderen Adrenalinkick bekamen wir durch den sich leerenden Tank. Ein einer Tankstelle gab es nur 94 Benzin, wir sollten aber 95 tanken. Da waren wir unsicher und sind weiter zur nächsten Tankstelle. Die hatte aber geschlossen und kaum waren wir auf der Straße leuchtete die Tankwarnleuchte auf.  Was tun - wieder zurück? Wir beschlossen, dass es machbar sein muss weitere 33 km bis zum nächsten größeren Ort reichen muss. Das hielt uns wach und mit den letzten Tropfen erreichten wir die Tankstelle und beschlossen dem Auto sicherheitshalber den teueren 98-Sprit zu gönnen. Kurz nach acht erreichten wir dann Adelaide Innenstadt, wo ein perfekter Parkplatz direkt vor unserem YHA Hostel auf uns wartete. Wir schafften es noch nach dem Einchecken einen Spaziergang zu einem ca. 25 minuten entfernten Bottleshop zu machen, um eine Flasch kühlen südaustralischen Tree-free Chardonnay zu kaufen und in einer dezenten Papiertüte wieder ins Hostel zu bringen, bevor ich völlig fertig auf einem der gemütlichen Sofas im Eßbereich "zusammenbrach" und Cora eine weitere leckere Nudelmahlzeit zubereitete und mich netterweise auch vom Abwasch befreite.

Great Ocean Road Tag 2

Tag 2 begann wieder früh am morgen mit einem grünen Tee nach einer erfrischenden Dusche in einer rosa Badewanne, nachdem ich schon in rosa Betttüchern genächtigt hatte. Und mein Bad hatte eine Wärmelampe - schöööön. Es war aber auch ganz schön kalt, ca. 12 Grad und bedeckter Himmel als wir uns um ca. 8.00 Uhr aufmachten. Die Hostel-Mutter wußte, dass wir an Koalas interessiert sind und hat uns noch eine weitere Straße empfohlen, wo wir Koalas sehen könnten. Diesmal hatten wir aber nicht die richtige Zeit und die Bäume waren auch soooo hoch, dass wir nur wenige Koalapunkte weit oben sahen. Dafür war die Empfehlung mit dem Regenwald-Walk in Mates Rest in den Ottway Ranges supergut. Da wir früh waren, hatten wir den Pfad für uns alleine und sogen die herrlich feuchte Regenwaldluft ein. Viele Farne waren zu sehen und Bäume, die z.T. um umgefallene Baumstämme gewachsen waren, so dass Höhlen unter den Bäumen entstanden, wenn die Stämme zerfallen waren.
Danach war uns kühl und Cora verlangte nach einem Käffchen und ich war gleich dabei. Auf dem Weg in einem kleinen Örtchen haben wir mal wieder ein perfektes kleines "Art-Café" entdeckt, in dem die lokalen Künstler/-innen ihre Werke präsentierten.
Hier haben wir dann auch unser neues Motto entdeckt - siehe Schild.
Als wir gestärkt aus dem Café traten, hatte das Wetter wieder aufgeklart und empfing uns mit wärmenden Sonnenstrahlen. Perfekt für unsere nächste Station die 12 Apostel. Erste Station waren die Gibson Steps. Viele Stufen führten von der Klippe zum herrlichen Strand herunter, der zu einem Spaziergang einlud. Die Farben des Wassers in verschiedenn Blautönen zum Strand und den Klippen ist atemberaubend schön. Man könnte fast denken, es wäre gephotoschoppt - ist es aber nicht. 
Mit unserer Basiskollektion in Blau-Türkis-Tönen sowie erdigen Brauntönen passen wir sehr gut in diese Landschaft, finden wir wenigstens :-)
Von den zwölf Aposteln sind nicht mehr alle vorhanden, da Wind und Wasser die Erosion der Felsen vorantreiben. Wir haben noch sieben Apostel gezählt.
Giftige Schlangen gibt es in Australien en masse und ich habe deswegen den ein oder anderen Buschwalk, der entlang von hohem Gras führte verweigert. Hier ein warnschild mit glühend grünen Augen  und einer wirklich nicht ungefährlichen Schlange rechts im Bild.


Bei der London-Bridge machten wir unseren letzten Stopp in Sachen zwölf Aposteln und ich konnte noch lachen.
Kurz darauf verzehrten wir auf der gegenüberliegenden Bank unsere leckere Melone. Cora meinte, das gehe gut mit dem Göffel. Ich habe es auch probiert, aber dabei leider meinen Göffel zerbrochen. Mehr dazu in der Bildgeschichte unter cora-downunder.blogspot.de

Nachdem wir am Logan-Beach, der mit dem Schild "Whale Watching" lockte keine Wale angetroffen haben - sind von Mai bis Oktober in der Gegend - fuhren wir in die City von Warrnambool ein. Es war Lunchtime und wir hatten Hunger und mal wieder Kaffeedurst. Bei lecker paniertem Fisch sowie panierter Ananas und Kürbis mit Pommes und einem superleckeren Kaffee Vienna ließ es sich im Hinterhof des Cafés prima aushalten. Auf der Toilette habe ich den obigen Spiegel mit den Meerjungfrauen als Inspiration für Melly aufgenommen. Vielleicht gibt es eine Fortsetzung ihrer Meerjungfrauenkollektion.
Hier war dann auch die Great Ocean Road zuende und wir begaben uns nordwärts über Penshurst und Dunkeld in die Berge - die Grampians im Grampians Nationalpark. Hier wurden wir in Halls Gap, dem einzigen Ort in den Grampions von einer Wiese voller Känguruhs empfangen. Als wir ausstiegen hätte es uns fast umgehauen von dem Lärm der Insekten in den Bäumen, die grillenähnlich in einer wahnsinnigen Lautstärke zirpten.
Von dem YHA Hostel waren wir dann auch begeistert. Wir bekamen ohne Aufpreis ein Doppelzimmer ganz für uns allein. Paradisisch im Vergleich mit meiner  16-Bett-Zimmer-Erfahrung in Melbourne.
Noch mehr im Glück jedoch war ich überall Känguruhs zwischen den Häusern und am Weg zu sehen. Dieses Riesenkänguruh äste auf einer Wiese, als es mich erblickte und wir schauten uns eine ganze Weile in die Augen, bevor es beschloss, dass ich wohl keine Gefahr darstelle und es weiterfressen konnte.


Dieses Känguruh war viel kleiner und wohl auch noch eher heranwachsend.

Und dieses machte einen alten Eindruck und bewegte sich auch langsam.
Gerade rechtzeitig zum Abendbrot, das Cora mal wieder als leckere Nudelvariante mit einem Rest Tomatensoße zubereitet hatte. Nach dem Abwasch wollten wir nur noch ins Bettchen und waren selbst zum Schreiben oder Lesen zu müde.