Dienstag, 17. April 2018

Wild walking in San Francisco

Und auf in ein neues Abenteuer. Cora hatte uns berichtet, dass am roten Herz am Union Square täglich um 10:00 Uhr eine Free Walking Tour startet. Darauf haben wir uns verlassen und sind mal mit Uber los. Am roten Herz trafen wir dann  Maz, einen Musiker und Aktivisten mit seiner Ukulele, der uns auf eine wunderbare historische Reise entführte. Wir haben unter anderem in der ehemaligen Rotlichtstraße Maiden lane erfahren, dass die Hausdamen es forttrefflich verstanden ihre Interessen auch in der späten Goldgräberzeit zu vertreten. Selbst der Bürgermeister musste sich beugen, da er ja auch Kunde der Etablissements war.

Lotta Scrabtree hatte schon früh erkannt wie wichtig gutes Trinkwasser war und einen Brunnen für die Bedürftigen mitten in San Francisco aufstellen lassen. Dieser Brunnen bekam besondere Bedeutung nach dem großen Beben und der Zerstörung von 80% San Franciscos, denn er war der einzige Brunnen, der intakt geblieben war. 

Eine weitere beeindruckende Frau, die Opernsängerin Louisa Tretrisona setzte sich gegen die Widerstände Ihres Management durch und gab für die Erdbebengeschädigten in San Francisco ein Gratis-Konzert an ebendiesem Brunnen, dem Tausende von Menschen lauschten und mit einem neuen „Wir-Gefühl“ gestärkt an den Wiederaufbau der Stadt gingen.




In der italienischen Chocolateria konnten wir leckere Schokolade kosten und haben erfahren, dass die Italiener die „Bank of America“ gegründet haben, weil sonst keiner den Italienern Geld leihen wollte.
Ähnlich ging es den Iren, die auch nicht als „Weiße“ galten und in Bars nicht geduldet wurden. Also gründeten die Iren ihre eigenen Bars - jetzt wissen wir warum es überall Irish-Pubs gibt!

Die Tour endet in auf einem Privaten Dachgarten, der für die Öffentlichkeit geöffnet ist. Ein Paradies, das man von der Straße aus nicht erahnt. Dort nutzten viele Arbeitnehmer, um ihr Mittagessen mit Freunden einzunehmen.



Wer mehr über MAZ und seine Projekte erfahren möchte:

holisticunderground.org (leadership development for artists and activists as well as fun community events)

My band Loco Tranquilo 

My Band Aurka 



Tolle Tour, die wir wärmstens empfehlen können!












Ilka und ich laufen nach einer kurzen Pause weiter durch die Stadt, wollen zur Fisherman’s Wharf. Bunt und farbenfreudig geht es durch Chinatown im Jahr des Hundes.

Vorbei am Restaurant zur Stinkenden Rose, in die Christian gerne eingekehrt wäre, wenn sie geöffnet gewesen wäre.





Vom lauten Gebelle der Seelöwen wurden wir dann zum Pier. 39 magisch angezogen. Ilka war begeistert und kaum wegzubekommen.




Toller Blick auf die Golden Gate Bridge in der Ferne.




Essen auf Pier 39 bei ‚The Hook‘ Shrimp and Crab Chowder und Fish and Chips




Wieder mit Uber zurück


Packen unsere Koffer

Spirit von San Francisco erleben

Da der Shuttle-Bus also nicht fuhr, suchten wir neue Möglichkeiten. Fix hatte Ilka die Uber-App runtergeladen und war wild entschlossen es zu wagen. Und nach kurzer Zeit war ein netter junger Mann, der hauptberuflich sein Geld als beratender Ingenieur in Sachen Wasserversorgung verdient mit seinem Auto vorgefahren, um uns zum Golden Gate Park zu bringen. Die Fahrt vergeht wie im Fluge bei nettem Gespräch und mit spannender Stadtkulisse.


Ilka hat sich schon einen Programmpunkt für uns ausgeguckt: 


Es geht pünktlich los und wir machen auch bei allen kostenlosen Kursen mit: 1. Charlston Schritt mit verschiedenen Figuren und später noch weitere Kurse.
Diese Figur wollten wir schon immer mal lernen, und ich glaube, dass wir das mit Üben zu Hause auch hinkriegen kann. Und mir hat gut gefallen, dass in schnellem Rhythmus die Follower gewechselt haben.
So haben wir uns locker mit den anderen Tänzern gemischt und Ilka wurde auch später noch beim freien Tanzen von mehreren Tänzern aufgefordert, was sie toll fand. 


Nach dem Tanzen sind wir noch weiter durch den Park gelaufen und haben und weitere spannende Aktionen beim Carfree Sunday im Golden Gate Park bestaunt:  






Kunst um den runden Brunnen, ein Klavierspieler etwas weiter davon, ein Rollerskater-Zirkel mit lauter Musik und Tanz auf Skates, eine schrille Geigerin mit Silben-Gesang in einer Unterführung (wegen der Akustik). Wir sind Richtung Ashbury Heights gelaufen. Kaufen bei einem Bio-Supermarkt zwei Pizzastücken, die wir auf Bänken davor essen können. So gestärkt stürzen wir uns in das Hippie-Viertel. 








Viele aufregende Läden und Restaurants/Cafés. Müde gelaufen setzen wir uns in ein kleines Café und beobachten, wie gegenüber für ein Musikvideo von ‚Plain Jane & Kool John‘ gedreht wird. 




PS.: Diese Ansicht von Plain Jane gefiel Christian besonders :-)


Kaffee- und colagestärkt bestellen wir wieder einen Uber-Wagen, diesmal aber im Pool (d.h. Uber sucht Mitfahrer, die die gleiche Richtung haben und kombiniert die Fahrten, dadurch wird es für alle günstiger!) Das klappt auch wieder ganz hervorragend und wir kommen gut zu unserem Campingplatz zurück. Wir machen gemütlich Abendessen und gehen ins Bett.


Mir (Christian) hat besonders gefallen:

1.  Charlston Kurs mit den Figuren

2. Dass wir die Aufnahmen zu einem Musikvideo gesehen haben, ich dort fotografiert und gefilmt habe und mich getraut habe, nach den Namen der gefilmten Musiker zu fragen.

3. Das Uber-Abenteuer, das so überraschend positiv gelaufen ist und mich doch sehr positiv überrascht hat, überhaupt die ganze Uber-App/Anwendung.


Regenwasser - gut und schlecht


Die Pflanzen haben sich sehr gefreut über das Regennaß, dass von oben kam. Auf dem Weg nach Marina fuhren wir wieder durch Anbaugebiete Weinanbau in großer Fläche auf sanften Hügeln, Erdbeer und andere Beerenfelder in kleineren Flächen.
Jetzt wissen wir wo unser Wein aus californischem Anbau herkommt.



Wenn Mensch nicht raus muß und sich gemütlich im Bus beschäftigen kann, ist das auch mal ganz famos.

Wir sind ganz gemütlich, stehen auf und frühstücken und erleben mit, wie unser Nachbar wegen Startproblemen seinen RV nicht ankriegt. Wir machen uns gemütlich fertig und brechen dann auf. Wir fahren noch kurz an den Strand, wo wir Gleitschirmflieger beobachten




Weiter geht es erst entlang der Küste und dann nordöstlich nach San Francisco. Wir kommen ganz gut durch und erreichen unseren vorgebuchten RV Stelllplatz ... fast. Denn kurz vor dem Ziel ist die Zufahrtsstraße überflutet. 



Ilka weigert sich mit demWohnmobil da durchzufahren. Christian navigiert mit google-maps einen neuen Weg und findet dann eine Querstraße und ruft „hier rechts“. Ilka blinkt, will abbiegen und blickt dann in eine megasteil abwärts gehende Straße und verweigert. Da würde das lange Wohnmobil aufsetzten und nicht um die Ecke kommen. Da ist dann doch der etwas größere Umweg sinnvoll und führt uns heil und sicher zu unserem vorgebuchten Campingplatz. Der Platz hatte gepunktet, weil er einen Shuttlebus in die Innenstadt angekündigt hatte. Dumm nur, dass der Fahrer krank ist und erst eine Woche später wieder fahren würde!

Wir machen uns alternative Planungsgedanken für die nächsten Tage, beschließen dann aber doch zu bleiben. Wir essen Abendbrot und fallen dann müde in die Betten.


Am schönsten für Christian:

Das gemütliche Aufstehen und der Regen der aufgehört hat in Marina sowie die Gleitschirmflieger.

Die tollen Ausblicke und das Mittagessen an der Pazifikküste.

Der Moment mit der überfluteten Straße und der Umweg mit Auslassen der zu steilen Straße.

Montag, 16. April 2018

Yosemite Nationalpark

Herrlich entspannt nahmen wir den 8:00 Uhr Bus in den Yosemite-Park. Tolle Aussichten auf Berge, Wildwasserflüsse und Wasserfälle begeisterten uns schon bei der Anfahrt beim serpentinigen Hochschrauben auf die Hochebene. 
Der erste Spaziergang fühte uns zum Upper und Lower Yosemite Wasserfall. Im Bild der obere Wasserfall.

Auf der Ebene gibt es einen gut organisierten kostenlosen Bus-Shuttle, mit dem uns gut gelaunte Busfahrer zu allen sehenswerten und im Winter offenen Sehenswürdigkeiten fuhren.

Eine zweite Wanderung begann am Halfdome-Village entlang dem Merced-River. Dieser nicht befestigte Weg war wenig frequentiert und wir haben die kleine Wanderung sehr genossen. Im Hintergrund ist der Sentinel Dome zu sehen..  

Nicht alle Wege waren begehbar, denn die Schneeschmelze und ausdauernde Regenfälle der letzten Wochen hatten die Flüsse und Rinnen wohl gefüllt und so wurde ein Wanderweg von einem Fluß einfach mal überspült. 



 Aber unerschrocken hat Cora doch einen Weg auf die andere Seite gefunden und ich bin ihr mutig gefolgt, während Christian eine Führung und den offenen Kamin im Majestic Hotel genoss. 

Das Majestic Hotel war früher ein Hospital für traumatisierte Vietnam-Veteranen, bevor es zum Hotel wurde. Den Tag haben wir sehr genossen und es war deutlich wärmer als erwartet. Obwohl Schnee lag, wärmte die Sonne angenehm und wir verstauten Schicht um Schicht im Rucksack.

Mittwoch, 11. April 2018

Auf dem Weg nach Norden

Weiter ging es nach Norden. Tolle Ausblicke gab es alle naselang auf der Küstenstraße Richtung San Francisco.

Superschöne Ausblicke auf die Steilküste, Meeresrauschen und ein Duft nach frischen Blumen.





Durch den Regen am Vorabend und der Nacht waren die Pflanzen frisch und voller Saft und reckten die Blüten der Sonne entgegen.

Christian fand für uns diesen wunderbaren Spot, um mit Meerblick ein köstliches Mittagessen im Bus zu genießen.

Santa Barbara

Santa Barbara, wo Cora drei Monate gearbeitet hat, hat uns supergut gefallen.
Christian steuerte zielsicher auf der Stearns Wharf.

Tolle riesige Sukkulenten im Freien und Mosaike in lauschigen Läden.

Mit leckerem Burritos beim Mexikaner stärkten wir uns für die Weiterfahrt.


Von LA nach Santa Barbara

Die Anfahrt auf Los Angeles war schon ein Abenteuer. Der Verkehr in LA ist wirklich beeindruckend. Auf vielen Ebenen führend die Straßen und Freeways bis zu fünfseitig pro Richtung und es darf sowohl rechts als auch links überholt werden. Die ganz rechte Spur geht oft ab oder es kommt für eine Weile eine weitere Spur rechts dazu und irgendwann ist sie dann wieder weg. Es empfiehlt sich also für den Durchgangsverkehr eine der mittleren Spuren zu wählen. Gut, dass ich nicht in LA starten mußte. So hatte ich schon einige Fahrerfahrung und Cora hat gut durch den Straßen-Dschungel gelotst. Unser Campingplatz lag ganz




 am Meer aber direkt unterhalb des Flughafens. Denn dort haben wir Cora am 5.04.2018 abgesetzt. Für sie ging es weiter nach Chile zu Tjark und dem Beginn ihres gemeinsamen Südamerika-Trips (siehe auch Tjarkundcora.blogspot.de). 



Schön bunt

Außer Naturwundern hatten wir auch kunterbunt bis skurrile Begegnungen.

Diesen wunderschönen VW-Bus mit tierischem Fahrer trafen wir schon ganz am Anfang an einer Tankstelle nähe Jamestown.

Auf dem Weg ins Death Valley trafen wir dann diese auskunftsfreudige Lady, die uns genau diese Straßenkarten wärmsten empfahl und uns mit Ratschlägen für kostenfreies campen versorgte. Sie ist in Rente und reist mit ihrem kunterbunten VW-Bussle die Hälfte des Jahres herum. Hej Birgit, wäre das auch eine Option für uns beide, wenn wir irgendwann mal in den „Unruhestand“ gehen???  Das mit dem Batikshirt kriegen wir sicher auch hin-oder?

An der Route 66 konnten wir in diesem illustren Motel-Cafe frühstücken. Hier war jemand mit Sammelleidenschaft am Werk. Alte Tanksäulen und Autos im Aussenbereich und z.B. eine Kollektion von Pez-Spender-Figuren (siehe Setzkasten) und Lampen, die Cora als „Kinderunfall“ bezeichnete.

Wir genossen das Frühstück und hatten viel zu schauen!




Dienstag, 10. April 2018

Grand Canyon Teil 2

Die Nacht im Wald war super aber bei -2 Grad auch echt kalt. So fiel es uns nicht schwer um 5:00 Uhr aufzustehen und sofort hoch zu fahren zum Grand Canyon. Mit noch ein paar weiteren unerschrockenen erwarteten wir am Mather Point den Sonnenaufgang.


Wir gehörten zu den am wärmsten angezogensten und haben es darum auch lange genug ausgehalten.

Anschließend erfreuten wir uns an einem köstlichen Frühstück mit warmen Kaffee und Tee in unserem Bus. Toller Luxus.
Frisch gestärkt galt es dann mutig den Wanderweg immer am Abgrund entlang zu marschieren.

Ein Leichtes für Cora, Mutprobe für Christian und Ilka.